Bad Mergentheim

Leserbrief Zum Leserbrief "Situation noch immer verheerend" (FN/TZ 2. September)

"Teilweise berechtigte Probleme sachlich lösen"

Archivartikel

Sehr geehrter Herr Schiller, es war mit leider aus privaten Gründen nicht vergönnt Ihren Leserbrief früher zu lesen und als Bürger dieser Stadt dazu Stellung zu nehmen.

Eine Frage sei mir zu Beginn erlaubt! Warum wohnen Sie eigentlich noch in einer so liebenswerten schönen Stadt, wenn Sie in Ihrem Leserbrief in einem Atemzug zwölf (!) verschiedene Mängel vehement beanstanden?

Man könnte meinen, das Herumnörkeln im Wahljahr ist ansteckend und muss unbedingt publiziert werden.

Sie haben ja bei einigen der aufgeführten Mängel recht, nur, Sie lieben diese Stadt nicht, sonst würden Sie nicht schreiben, Zitat: "Eine Kurstadt wie Bad Mergentheim, welche als lieblicher Erholungsort bezeichnet wird!" Sie ist es.

Deshalb verzeihen Sie Ihr auch nicht den einen oder anderen Fehler, sonst würden Sie zu den Bürgerfragestunden im Gemeinderat gehen und da Luft ablassen, denn da bekämen Sie wahrscheinlich eine qualifizierte sachliche Antwort auf Ihre Fragen. Zum Beispiel: Soll man vorhandene Stadtbusse, nur weil sie groß sind, verschrotten und gegen kleinere austauschen? Welchen Sinn macht das, die Emissionen sind nur unwesentlich kleiner. Und wer bezahlt das? Doch nicht der Benutzer oder!?

Und was die Radfahrer angeht, so ist dies eine Charaktersache des Lenkers, dem Sie als couragierter Bürger gleich beim Vergehen entgegentreten müssten, denn mehr Politessen-Präsenz würde daran auch nichts ändern.

Was das Sitzen in einem Café in der Kapuzinerstraße angeht, so ist das an Werktagen nicht anders, als Sonn- und Feiertagen. Soll es hier eine extra Wurst geben? Nein, ich weiß wie in vielen anderen Städten auch, an so exponierten Plätzen muss ich mit dem Verkehr leben und es trotzdem vor Ort genießen oder ich lass' es, denn alle zwei Minuten ein Auto (Ihre Angaben) ist kein Stören, sondern normal wie Handy klingeln und stundenlanges Labern am Nachbartisch.

Was die Straße betrifft, so ist sie eine der Schlagadern dieser unserer Stadt und wenn sie provisorisch an Sonn- und Feiertagen schließt, wird aus Erfahrung ein Dauerzustand daraus und die Leidtragenden wären die, die Gewerbesteuer zahlen und den Pulsschlag der Innenstadt ausmachen, also das Geld erwirtschaften was die Stadt benötigt um Ihre Wünsche zu erfüllen.

Sie sehen, diese Katze beißt sich in den Schwanz.

Helfen Sie einfach mit, die teilweise berechtigten Probleme sachlich zu lösen. Ich würde es bedauern, wenn Sie unsere schöne Stadt nicht beginnen könnten liebenswert zu finden und Ihr mit einer der Kurstadt gebührenden Ruhe zu begegnen.