Bad Mergentheim

Jugendtechnikschule Gemeinsam mit Dualer Hochschule am "Tag der Technik" ein umfangreiches Tagesprogramm zusammengestellt

Technik lockt wieder viele Schüler ins Schloss

Die im Bad Mergentheimer Schloss angesiedelte Jugendtechnikschule Taubertal hat sich auch am bundesweit ausgerichteten "Tag der Technik" beteiligt.

Bad Mergentheim. Im Rahmen der Initiative "Mint hoch4", die sich der naturwissenschaftlich-technischen Bildung in der Region verschrieben hat, wurde in Bad Mergentheim bereits zum zweiten Mal der "Tag der Technik" angeboten. Gemeinsam mit der Jugendtechnikschule und der Dualen Hochschule (DHBW) am Campus Bad Mergentheim hat man ein umfangreiches Tagesprogramm erstellt, um Kinder und Jugendliche für ein oft ungeliebtes Themenfeld zu begeistern.

Bereits am Vormittag waren über 60 Kinder und Jugendliche in der Jugendtechnikschule zu Besuch, darunter 24 Kinder aus der dritten Klasse der Johann-Adam-Möhler Schule in Igersheim. Einen ganzen Vormittag lang bauten sie Roboter, programmierten sie und bauten dann Raketenfahrzeuge mit eigenem Rückstoßantrieb.

"Vor allem den Roboter zu bauen hat mir viel Spaß gemacht", sagt zum Beispiel Alice. Auch Klassenlehrer Benedikt Amann zeigte sich begeistert: "Der Tag der Technik bietet einen großen Mehrwert für unsereSchüler", sagt er. Eine Besonderheit des Aktionstags ist der Grundsatz "Schüler helfen Schülern". Während der Bau des Raketenfahrzeuges von Nicole Baier, Dozentin der Jugendtechnikschule, geleitet wurde, führte die Roboter-AG des Deutschorden-Gymnasiums ihren Roboterkurs eigenständig durch.

Die AG ist ein freiwilliges Angebot der Schule, das den Interessierten der siebten und achten Klassen jeden Freitagnachmittag die Welt der Roboter und des Programmierens näher bringt.

Die Schüler freuten sich, dass sie den jüngeren Kindern ihr Hobby erklären konnten. "Auch wenn die anderen noch nicht alles verstehen, ist es toll zu sehen, wie viel Spaß sie an den Robotern haben", freuten sich die AG-Mitglieder Felix und Marcel. Nicht nur für die Kleinsten, auch für Jugendliche wurde an diesem Tag einiges geboten. Etwa 40 Schüler der zehnten Klassen des Deutschorden-Gymnasiums, die den schulischen Schwerpunkt "Naturwissenschaft und Technik" gewählt haben, konnten den Vormittag an der Jugendtechnikschule verbringen. Sie entwarfen im CAD-Labor für rechnerunterstütztes Konstruieren einen persönlichen Schlüsselanhänger, der dann mit einem 3D-Drucker gefertigt wurde. Im Labor für Technische Mechanik konnten sie bei erschieden Experimenten den Einsatz der Hebelkraft und der Messtechnik kennenlernen. Insbesondere die Möglichkeit, im CAD-Labor etwas selbst zu konstruieren, begeisterte die Jugendlichen.

Edwin Gakstatter, der den Schwerpunkt Naturwissenschaft und Technik am Deutschorden-Gymnasium betreut, hält viel vom Tag der Technik: "In der Schule können wir den Jugendlichen häufig nur theoretische Kenntnisse vermitteln. Hier geht man noch einen Schritt weiter: die Schüler können anwendungsbezogene Versuche vornehmen und sich gleichzeitig mit den Studierenden der DHBW austauschen".

Am Nachmittag fand das Löten einer kleinen LED-Taschenlampe großen Anklang. Für Stadt, DHBW und Jugendtechnkischule war der Aktionstag "ein voller Erfolg". Iris Lange-Schmalz, Leiterin der Jugendtechnikschule, zeigt sich sehr erfreut, dass das Angebot "ein kleines Stück dazu beigetragen hat, Kindern und Jugendlichen auf spannende Art und Weise Technik begreifbar zu machen". stv