Bad Mergentheim

Leserbrief „Konzept erzeugt gemischte Gefühle“ (FN, 19. August)

Straßen sind für alle da

Die beiden Artikel zum städtischen Verkehrskonzept von Gabriel Schwab zeigen einmal mehr, wie sehr viele Menschen Mobilität nur aus der Perspektive von Autofahrenden betrachten. Die Bedürfnisse von Zu-Fuß-Gehenden und Radfahrenden kommen bei Herrn Schwab kaum vor, geschweige denn der Umweltschutz.

Es ist richtig, dass die neue Verkehrsführung in der Mergentheimer Altstadt das Durchfahren mit dem Auto erschwert. Alle Ziele bleiben aber mit dem Auto erreichbar. Der Fußverkehr bekommt auf dem Gänsmarkt dafür mehr Raum. Die Kraftfahrzeuge auf dem Deutschordenplatz werden weniger. Das ist gut so. Straßen sind für alle da. Es wird eine Fehlentwicklung korrigiert, die dem Auto absoluten Vorrang eingeräumt und die anderen Mobilitätsarten an den Rand gedrängt hat. Jetzt ist mehr Platz zum Flanieren, zum Spielen oder für die Außengastronomie. Das steigert die Attraktivität unserer Stadt.

Was Bad Mergentheim mit der neuen Verkehrsführung noch sehr zaghaft begonnen hat, muss weiter fortgeführt werden. Das dritte Dürrejahr in Folge sollte jedem klar gemacht haben, dass der Klimawandel kein Hirngespinst ist und dass wir so wie bisher nicht weitermachen dürfen.

Mobilität muss klimaschonender funktionieren. Was wir brauchen ist ein nachhaltiges Verkehrskonzept, das es uns ermöglicht, umweltschonend mobil zu sein.

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