Bad Mergentheim

Katholische Kirche 1216 Euro in Hachtel zusammengetragen / Zwölf Kinder und Jugendliche waren unterwegs

Sternsinger unterwegs für den Frieden

Hachtel.Am Dreikönigstag war es wieder soweit, zwölf Kinder und Jugendliche aus Hachtel machten sich auf, um Spenden für Kinder aus Kriegsgebieten, die in Flüchtlingscamps, zum Beispiel im Libanon, untergebracht sind, zu sammeln.

Dort leben viele Familien, die vor Kriegen in ihrer Heimat Syrien fliehen mussten. Gemeinsam mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst möchten die Verantwortlichen der Sternsingeraktion den Geflüchteten ein Stück Normalität zurückgeben und Zentren schaffen, in denen Unterricht und Freizeitaktivitäten, sowie Hilfe für Traumatisierte angeboten werden.

Um 9 Uhr fand der Aussendungsgottesdienst in der Mariä Himmelfahrtskirche in Hachtel statt, der traditionell von den Sternsingern mitgestaltet wurde. Das Thema „Frieden im Libanon und weltweit“ stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Es wurde anhand von Rollenspielen, Kyrierufen, Fürbitten und Texten erläutert. Die Sternsinger begannen den Gottesdienst mit einem Anspiel in drei Szenen.

Nach einem kurzen Einblick in das Leben der kleinen Nour, die mit ihrer Familie aus Syrien flüchten musste und nun in einem Flüchtlingslager im Libanon lebt, knüpften die Sternsinger gekonnt an, um auf die Aktion „Dreikönigssingen“ überzuleiten. Die Botschaft des Gottesdienstes und der Aktion lagen klar auf der Hand: „Frieden“ – und zwar nicht nur im Libanon, sondern weltweit, in jedem Land, jeder Gemeinde, jeder Familie. . . Die Geburt Jesu dient auch heute noch, vielleicht mehr denn jeh, als Vorbild eines friedlichen Zusammenlebens. Menschen verschiedenster Herkunft und Tiere unterschiedlichster Rassen stehen friedlich beisammen vor dem Kinde. Um dieses Bild des Friedens den Kirchenbesuchern zu verdeutlichen, füllten die Sternsinger eine leere Krippe mit ihren mitgebrachten Krippenfiguren und stellten so eine Verbindung zum Leben in unserer heutigen Welt her, die nicht gerade friedlich ist. Doch, es geht auch anders: Vor 2000 Jahren wurde es vorgelebt und war sicher damals nicht einfacher, als heute. Dieses Friedensbild der Heiligen Nacht nahm so mancher Kirchenbesucher in seinem Herzen mit nach Hause, in der Hoffnung es weitergeben zu können, was auch Kernbotschaft des Gottesdienstes sein sollte.

Nach der Segnung der Dreikönigsgaben und der Sternsinger selbst, machten sich die Kinder und Jugendlichen auf den Weg in die Gemeinde. In zwei Gruppen brachten sie den Segen „20*C+M+B+20“ (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) in die Häuser.

Bis zum späten Nachmittag konnten sie die Summe von 1216 Euro zusammentragen, die dem Kindermissionswerk für dessen Aktion „Frieden im Libanon und weltweit“ zukommen wird. Zudem entschieden sich die Sternsinger, einen Teil ihrer Süßigkeiten an den Tafelladen in Bad Mergentheim zu spenden, um auch bedürftigen Kindern in unserer Heimat eine kleine Freude zu bereiten. biro

Zum Thema