Bad Mergentheim

Bildung Bilanz der „Strahlemann Talent Company“ an der Kopernikus-Realschule ist positiv / Angebot soll weiter ausgebaut werden

Schülern die Arbeitswelt nahebringen

Eine größere Nähe zur Arbeitswelt, das ist Ziel der „Talent Company“. Das funktionierte im ablaufenden Schuljahr trotz Corona, sind die Beteiligten zufrieden.

Bad Mergentheim. Eine insgesamt positive Bilanz zogen die beteiligten Schulen und Unternehmen der „Strahlemann Talent Company“ in Bad Mergentheim. Ziel der im November 2018 an der Kopernikus-Realschule (KRS) eingeweihten Talent Company der Strahlemann Stiftung ist die Nutzung von Synergien zwischen Ausbildungsbetrieben der Region und den beteiligten vier Bad Mergentheimer Schulen durch frühzeitige und nachhaltige Berufsorientierung für Schüler. Damit gehen die KSR, die Eduard-Mörike-Schule, das Deutschorden-Gymnasium (DOG), die Lorenz-Fries-Schule und gegenwärtig 19 regionale Unternehmen einen Kooperationsweg zur Berufsausrichtung. Weitere Kooperationspartner der Talent Company sind die Strahlemann Stiftung aus Heppenheim, die Stadt Bad Mergentheim und als Förderer die Dieter Schwarz Stiftung.

Zur Einrichtung der Talent Company wurde an der KRS ein ehemaliger Klassenraum in einen neuen, modernen Fachraum umgestaltet, der unter anderem vier PC-Plätze, Präsentationstechniken und einen Loungebereich enthält. Hier können sich Schüler und Vertreter der beteiligten Firmen begegnen. Darüber hinaus können die kooperierenden Unternehmen ihre Ausbildungsmöglichkeiten dauerhaft auf einem sogenannten „Job Wall“ präsentieren.

Bei einem Gesprächstreffen in der Talent Company zogen Schulleiter, Lehrkräfte und Firmenvertreter eine Bilanz des ablaufenden Schuljahrs. Außerdem blickten sie auf das kommende Schuljahr.

Das Feedback von Seiten der Schüler sei überwiegend positiv ausgefallen, berichtete KRS-Lehrerin Silke Kaludra, verantwortlich für berufliche Orientierung. Workshops mit einem hohen praktischen Anteil, an denen die Schüler selbst mitwirken konnten, die anschaulichen und kurzweiligen Präsentationen der engagierten Auszubildenden sowie die vielen Tipps für Bewerbungsgespräche seien als positiv Erfahrungen genannt worden.

Noch mehr Angebote gewünscht

Für das nächste Schuljahr wünschten sich viele Schüler noch mehr praxisnahe Angebote passend zum Beruf, noch mehr Informationen über die beruflichen Möglichkeiten nach einer Ausbildung sowie Workshops für weiterführende Schulen oder Studiengänge.

„Viele Veranstaltungen konnten aufgrund der besonderen Umstände in diesem Jahr nicht in der Talent Company stattfinden“, hob Knebel hervor. Dennoch konnten die anwesenden Jobwall-Partner von einigen Veranstaltungen berichten und neben den bereits genannten Aspekten einige weitere Anstöße für die Planung 2020/2021 geben.

Vorgebrachte Anregungen und Vorschläge waren unter anderem das Erstellen und Zuschicken eines Jahreskalenders, um in Zukunft Terminüberschneidungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden sowie das Anbieten virtueller Veranstaltungen nach gemeinsamer Absprache und Planung zum Beispiel in Form von Webinaren oder Bewerbungstrainings.

Insgesamt hat sich die gemeinsame Arbeit in der Talent Company aus Sicht der Kooperationspartner gut entwickelt. Grundsätzlich bekundeten alle anwesenden Jobwall-Partner weiterhin ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den Schulen und den Schülern.

„Trotz Ungewissheit bezüglich zukünftiger Corona-Verordnungen oder möglicher Schul- und Betriebsschließungen starten ab sofort die Planungen für die Talent Company 2020/2021“, unterstrich Knebel. Hierzu präsentierte er eine Erweiterung des Systems zur Veranstaltungsplanung über eine eigene Online-Plattform.

Deren Besonderheit liege darin, dass die Firmen nun die Möglichkeit haben, ihre Veranstaltungen in der Talent Company selbstständig planen, eintragen und verändern zu können, ohne vorher mit der Schulleitung Kontakt aufnehmen zu müssen, erläuterte der KRS-Rektor. Außerdem sei es nun im Rahmen einer jeweiligen Veranstaltung möglich, die Schüler per E-Mail zum Beispiel zur Erinnerung an einen Workshop zu kontaktieren.

„Die Kooperation mit den Firmen funktioniert ausgezeichnet und ist für die Schüler ein wertvoller Mehrgewinn“, zog Volker Lueg, Oberstufenlehrer an der Lorenz-Fries-Schule, zum Abschluss exemplarisch ebenfalls ein positives Resümee. „Die Talent Company ist kein geschlossener Kreis. Weitere Interessierte Unternehmen als Kooperationspartner sind jederzeit willkommen“, betonte Heiko Knebel.

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