Bad Mergentheim

„New Jazzattack Big Band“ 25-jähriges Bestehen beim traditionellen Weihnachtskonzert in Markelsheim gefeiert / Gelungenes Konzert

Schnippend, wippend und auch jauchzend

Archivartikel

Markelsheim.Satter Bigbandsound gewürzt mit zahlreichen Solo-Einlagen und das alles auf hohem Niveau: Die „New Jazzattack Big Band“ zelebrierte im Zehntkeller die große Bandbreite des Jazz und vergaß dabei nicht, für weihnachtliche Atmosphäre zu sorgen. Nicht nur mit Können, sondern auch mit viel Spielfreude begeisterte die Truppe von der Jugendmusikschule ihre Fans, die an diesem Abend richtig mitgingen.

Mit einem groovigen „Hip n’cool“ des Les-Hooper-Arrangement zog die Bigband das Publikum sogleich in ihren Bann.

Erste Solis gab es von Bandleiter Chris Lewandowski an der Trompete und einem schmeichelnden Schlagzeug, gespielt von Helmut Kandert. Susanne Jahrmann brillierte am Saxofon bei „Quintessence“ von Quincy Jones. Nach einem bunten Reigen an Jazzklassikern verströmte das Gesangsduo Lisa Mailänder und Fabia Jahrmann weihnachtliche Atmosphäre mit „Mister Sandman“. Bei dem Titel „All the things you are“ übernahmen unter anderem Ingo Krenz an der Trompete und Peter Lohmayer die sehr gut gespielten Soloparts.

Angefangen haben sie vor 25 Jahren als Jugendband unter dem Label „Chris Teens Big Band“, aus der später die „New Jazzattack Big Band“ der Bad Mergentheimer Jugendmusikschule wurde.

Es ist die musikalische Bandbreite von klassischem Swing bis Latin-Jazz, die immer wieder für Begeisterung sorgt. Es ist das Altersspektrum von 17 bis zum Mittsechziger, die die Band immer wieder zum spritzigen Erlebnis macht. Es ist der Mix aus Profis und Amateuren, der weitertreibt.

Und nicht zuletzt ist es der Enthusiasmus des Jazztrompeters und Bandleaders Christoph Lewandowski, der sie mitnimmt zu Höhenflügen, die begeistern.

Bei „Sugar“ und vielen anderen Stücken überzeugte Dirk Rummig an der Piccoloflöte und am Baritonsaxophon. Nicht nur bei „Fever“ unterstrich die Rhytmusgruppe, angeführt von Kai Müller am Piano und Helmut Kandert am Schlagzeug sowie Volker Wunderle am Kontrabass, wie wichtig es ist akribisch zu spielen, damit auch der Gesang zur vollen Geltung kommt.

Stundenlang hätten die Gäste wohl noch zuhören, mitwippen und mitschnippen können. . . pm

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