Bad Mergentheim

Jugendfeuerwehr Edelfingen 24-Stunden-Übung war dem Tagesablauf bei einer Berufsfeuerwehr nachempfunden

Rund um die Uhr Einsatzbereitschaft bewiesen

Edelfingen.Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Edelfingen führte eine 24-Stundenübung durch, um realitätsnah Feuerwehreinsätze zu üben. Sechs Betreuer, darunter Jugendgruppenleiter Matthias Rupp sorgten dafür, dass die sechs Mädchen und sieben Jungen einen erlebnis- und erfahrungsreichen Übungstag absolvierten.

Dazu wurde im Feuerwehrgerätehaus im Erdgeschoss des Rathauses eine Leitstelle eingerichtet, die rund um die Uhr besetzt war. Für einen geordneten Tagesablauf sorgte ein eigens aufgestellter Dienstplan. Darin waren unter anderem auch Unterrichtsstunden für die theoretische Ausbildung und die Pflege der Ausrüstung enthalten.

Natürlich standen praxisnahe Einsätze im Vordergrund der Übung. Deshalb waren die Nachwuchs-Floriansjünger gespannt auf den ersten eingehenden Notruf. Der kam denn auch bald wegen einer unklaren Rauchentwicklung in einem Haus im Gäulgraben und zwei vermissten Personen. Dort angekommen wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und in das rauchende Haus vorgerückt.

Personen geborgen

Schnell konnte die Lage geklärt und die vermissten Personen geborgen werden. Nach der Rückkehr ins Feuerwehrmagazin richteten sich die Jugendlichen ihr Nachtlager im Bürgersaal des Rathauses ein und hofften auf eine ruhige Nacht. Dies sollte aber anders kommen. Bald wurde die junge Mannschaft wieder alarmiert und musste zur Beseitigung einer Ölspur ausrücken.

Beherzt eingegriffen

Wenig später wurden sie gerufen, um eine vermisste Person zu suchen. Nach einem Fehlalarm wurde es wieder ernst, denn ein Brand einer Gartenhütte wurde gemeldet, der durch beherztes Eingreifen schnell gelöscht war. Nach dem gemeinsamen Frühstück erreichte die Truppe die Meldung, dass eine bewusstlose Person aufgefunden worden war. Mit Erste-Hilfe-Koffer ausgerüstet waren die jungen Helfer schnell vor Ort.

Dort mussten sie sich allerdings nicht nur mit der verletzten Person beschäftigen, sondern hatten auch einen aufdringlichen Schaulustigen in die Schranken zu weisen. Im weiteren Verlauf der Übung kam ein Notruf über einen Wasserrohrbruch im Jugendclub, der im Untergeschoß der Schule untergebracht ist, herein. Ausgerüstet mit Nass-Trockensauger konnte auch dieses Problem schnell gelöst werde.

Letzter Einsatz

Nach der Mittagspause mussten die Jungfeuerwehrleute zu einem Fettbrand bei der Gemeindescheune in der Theobaldstraße ausrücken. Hier staunten die Jugendlichen aus sicherer Entfernung nicht schlecht, was passiert, wenn man in so einen Brand Wasser schüttet. Ein letzter Einsatz des ereignisreichen Übungstages führte in die Weinhalde, wo ein verstopfter Kanal freigespült werden musste.

Damit ging eine 24-Stundenübung zu Ende, die dem Ablauf eines Tages bei einer Berufsfeuerwehr nachempfunden worden war. Die Teilnehmer, die mit viel Engagement ihre Aufgaben lösten, hatten sichtlich Spaß daran und waren einhellig der Meinung, dass so ein Übungstag sehr lehrreich sei.

Lob

Jugendgruppenleiter Matthias Rupp und Abteilungskommandant Martin Wolpert zeigten sich ebenfalls zufrieden über den Verlauf der Übung und lobten die Nachwuchskräfte der Feuerwehr für ihre Bereitschaft sich in den Dienst für die Gesellschaft zu stellen und dafür auch ihre Freizeit zu opfern. WM

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