Bad Mergentheim

Deutschordensschloss Gäste werden Teil von interaktiver Ausstellung / Rom hatte auch in Kurstadt Bedeutung

„Rom lebt!“ – durch Besucher

Archivartikel

Bad Mergentheim.Besucher, die sie kreativ ergänzen, braucht die Sonderausstellung „Rom lebt! – Mit dem Handy in die Römerzeit“ im Deutschordensschloss. Ein „emotionales Erlebnis“ suche der Besucher einer solchen Ausstellung, betonte dabei Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ (SSG). „In den hier gezeigten Bildern“, so Hörrmann, stecken ganz viel Infos über das Leben der Römerzeit.“

Doch würden sie vermittelt auf eine Weise, die mit einer geringen Hemmschwelle und vertrauten Attributen den Zugang ermögliche. Hier „wird das Handy zum Medium“. Die Besucher könnten sich mit einbringen, die selbst gemachten Bilder teilen und so gleich bei ihren Freunden Interesse an der Ausstellung im Residenzschloss wecken. Bürgermeisterstellvertreter Rainer Moritz stellte überzeugt fest, die SSG hätten mit Schloss und Museum „eine Perle dazugewonnen“.

Er erlebe hier eine „sehr vorbildliche Arbeit, die Museen zu präsentieren“. Die musikalische Umrahmung gestalteten Yvonne Albes und Mariko Klepper von der Jugendmusikschule mit italienischen Arien. Meike Trentin-Meyer, Konservatorin für die Region Hohenlohe, führte in die Ausstellung ein. Rom sei die universelle Grundlage der modernen Welt, sein Erbe sei – wie die Berwarttreppe zeige – in der Renaissance auch im Schloss wieder aufgegriffen worden. „Die Römer waren einst hier eine stets präsente Gefahr“, sagte sie mit Blick auf Limes und Römerlager in Marktbreit.

18 Motive im 3D-Effekt mit römischen Alltagsszenen würden in der Ausstellung präsentiert. Alle seien sie unvollständig und brauchten die Besucher, die sie kreativ ergänzten und damit Teil des Bildes würden. Jeder könne helfen, den Tiger in der Arena zu bändigen, oder zum Kunden an einem römischen Marktstand werden. Eine römische Latrine werde ebenso geboten wie Söldner, die in die Schlacht zögen und dabei ihre mächtigen Instrumente einsetzten. Die Bilder seien mit historischer Akribie entworfen und in Deutschland und China umgesetzt worden. Ergänzt würden sie durch Originalobjekte wie römische Dachziegel oder Gefäße. Die Ausstellung mit ihrem interaktiven Spaß für Familien und Freunde ist im Residenzschloss Mergentheim zu sehen bis zum 20. September peka

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