Bad Mergentheim

Gleitschirmfreunde Armin Harich legt 120 Kilometer zurück / Verein prüft potenzielle Gelände

Rekordflug über das Taubertal

Archivartikel

Bad Mergentheim.Die Gleitschirmfreunde Taubertal blickten in ihrer Jahreshauptversammlung auf ein erfolgreiches – und vor allem unfallfreies – 2019 zurück. Stolz war man auf den Rekord von Armin Harich, der mit seinem EN-A Gleitschirm ein Dreieck von 120 Kilometern über dem Taubertal zurücklegte. Gleitschirme der EN-A Kategorie werden eigentlich von Anfängerpiloten geflogen und für Schulungszwecke verwendet.

Startpunkt Schwabhausen

Startpunkt war Schwabhausen, von wo Harich um 11.22 Uhr in Richtung Öhringen glitt. Kurz nach Westernbach setzte er seinen ersten Wendepunkt und flog weiter Richtung Neckargerach im Nordwesten. Mit einer Höhe von 2318 Metern setzte er dort seinen zweiten Wendepunkt, um Richtung Königshofen zu fliegen.

Den dritten und letzten Wendepunkt setzte Harich in Beckstein um 18.33 Uhr mit einer Höhe von 1700 Metern. Nach seinem Rekordflug von siebeneinhalb Stunden und 120 Kilometern Luftlinie landete er überglücklich wieder in Schwabhausen. Der komplette Flug wurde mit einer Helmkamera gefilmt und ist im YouTube-Kanal von Armin Harich zu sehen.

Die neue Schleppwinde des Vereins wurde 2019 einem Praxistest unterzogen und punktete sowohl technisch als auch durch ihre Bedienerfreundlichkeit. Durch die drei Einweisungsberechtigten Windenführer besteht die Möglichkeit, den Nachwuchs für die Bedienung des Geräts selbst auszubilden. Aufgrund der Windkraftanlagen, die vor einigen Jahren in Großrinderfeld errichtet wurden, verloren die Gleitschirmflieger ein sehr gutes Fluggelände.

Gutachter prüft Tauglichkeit

Somit mussten diese sich nach weiteren, potenziellen Fluggeländen in der Heimat umschauen. Ein Geländegutachter vom „Deutschen Hängegleiterverband“ wurde einen Tag lang ins Taubertal bestellt, um weitere Fluggelände auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Bevor es zu einer Zulassung solcher kommen kann, bedarf es nun noch Genehmigungen. Vorsitzender Dr. Jens Jurgan betonte, dass es in Bad Mergentheim nur durch die Sicherung der Gelände möglich sei, den Flugsport auszuüben. Michael Hellmuth bestätigte einen lückenlosen Kassenbericht, so dass der Entlastung des Kassiers nichts entgegenstand.

Zum Abschluss der Versammlung verwies Jurgan noch auf die bevorstehenden Arbeitseinsätze an den Hangfluggeländen um vor dem 1. März die Arbeiten im Sinne des Naturschutzes dort abschließen zu können. pm

Info: Das Video gibt es auf youtube.com/watch?v=VlpLksg9GBc

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