Bad Mergentheim

MSC-Reise Unterwegs in Mexiko, Guatemala, Honduras und Belize

Regenwald sowie Legenden und Mythen der Maya bestaunt

Archivartikel

Bad Mergentheim.Die 128. Reise des MSC führte 37 Teilnehmer nach Zentralamerika: Mexiko, Guatemala, Honduras und Belize. Nach einem zwölfstündigen Flug erreichte man abends Mexiko City, die fünftgrößte Metropole der Welt. Die Stadt liegt auf 2200 Meter Höhe und wird auf drei Seiten von deutlich höheren Bergen überragt, die die Skyline dieser faszinierenden Stadt prägen.

Am nächsten Tag besuchte man Xochimilco, den „Ort, an dem die Blumen wachsen“ (aztekisch). Es ist ein weit verzweigtes Netz an Kanälen, welches sich über eine Länge von 150 km durch künstlich angelegte Floßinseln zieht. Diese Inseln sind bepflanzt.

Auch ein Besuch des Nationalmuseums für Anthropologie stand an. Es beherbergt die wichtigste Sammlung des präkolumbischen Erbes Mexikos und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Sammlungen weltweit. Und auch das Blaue Haus wurde besichtigt. Es ist das Geburtshaus der weltberühmten Künstlerin Frida Kahlo und ist seit den 1950er Jahren völlig unverändert. Hier sind viele bekannte Werke von ihr und ihrem Ehemann, dem Maler Diego Rivera zu sehen.

Der Basilika „Unserer Lieben Frau von Guadalupe“ einen Besuch abzustatten, ist nicht nur für Gläubige ein Muss. Die Kirche ist der bedeutendste Wallfahrtsort Mexikos. Einen Kontrast dazu bietet Teotihuacan, das einst die größte Stadt Mesoamerikas war. Seine beiden Ehrfurcht einflößenden Pyramiden, die Sonnenpyramide und die ihr gegenüberliegende Mondpyramide gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region.

Nach einem zweistündigen Flug nach Villahermosa und einer vierstündigen Busfahrt gelangte die Gruppe in die Ruinenstadt Palenque. Diese ist eine von Tieflandurwald umgebene Fundstätte im Bundesstaat Chiapas, deren Pyramiden sich über die Baumkronen des Dschungels erheben. Palenque gehört zu den besten Beispielen für die Maya-Architektur in ganz Mexiko.

Über das Bergland von Chiapas, das Armenhaus der Region, ging es weiter in den Nationalpark „Canon del Sumidero“ in der Nähe von San Cristobal. Von San Cristobal ging die Reise über die Grenze nach Guatemala durch das Hochland hinab zum Atitlan-See, der malerisch umgeben ist von Bergen, Höhen und drei klassischen Vulkanen. Rund um den Kratersee gibt es 14 Indigena-Dörfer.

Auf dem Weg nach La Antigua Guatemala, in Kolonialzeiten die Hauptstadt, war ein Halt in Chichicastenango ein Muss. Dort findet der farbenprächtigste Markt Guatemalas statt. Die 400 Jahre alte Kirche Santo Tomas wird auch heute noch von Maya-Schamanen und - Heilern genutzt.

Antigua, eine der schönsten Kolonialstädte Lateinamerikas, landschaftlich herrlich in einem Tal gelegen, umschlossen von Vulkanen, bietet seinen Besuchern kopfsteingepflasterte Gassen, urige Gärten, historische Kirchen, spanische Kolonialbauten und bunte Märkte.

Das nächste Ziel der Reise war Copan in Honduras. Bei einer Führung durch die Ruinenstätte bewunderten die Reiseteilnehmer die in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Akropolis, zur Zeit der Maya das religiöse und politische Zentrum der Stadt, den großen Ballspielplatz, die Glyphentreppe und die Stelen. Dies sind steinerne Pfeiler, die an allen Seiten Gravierungen oder Inschriften tragen.

Anschließend brach man auf in Richtung Norden nach Flores, einer kleinen Insel-Stadt. Die Stadt wirkt wie eine kleine Oase inmitten eines riesigen Dschungelgebietes. Hauptattraktion ist aber nicht Flores, sondern die Maya-Ruine Tikal. Mitten im tiefsten Dschungel liegt diese 60 Quadratkilometer große Anlage mit ihren Tempeln und Palästen. Viele Bauten sind noch nicht freigelegt, sondern von tropischen Pflanzen bewachsen. Auch kann man wilde Tiere in freier Natur beobachten.

Von Flores fuhr man durch wunderschöne Landschaften und überquerte die Grenze nach Belize. In San Ignacio machte man Halt, um sich über das „Green Iguana Project“ zu informieren.

Zurück in Mexiko war das nächste Tagesziel Chichen Itza, ein weiteres Highlight der Reise: Die größte Maya-Stätte Mexikos.

Die letzte Station war zum Reiseende hin der Strand von Riviera Maya im Nordosten der Halbinsel Yucatan.

Ein Tag stand zur freien Verfügung der MSC-Gruppe: Ausruhen, Baden, Sonnen, Nichtstun.

Eine anstrengende, aber wunderschöne Reise ging schließlich zu Ende: Die Gruppe erlebte tropische Regenwälder, Legenden und Mythen der Maya, farbenfrohe Märkte, koloniale Altstädte, den Reichtum an Flora und Fauna und zu Beginn eine dynamische und attraktive Metropole Mexiko City. msc

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