Bad Mergentheim

Physiotherapieschule Sanitas 22 Schüler haben Examen in der Tasche / Bestnoten hatten Melanie Iwansky (1,0) und Leonie Bundschuh (1,3)

Prof. Romen geht mit Absolventen

Zweifacher Abschied bei der Examensfeier der Physiotherapieschule Sanitas: Neben den Schülern wurde auch Professor Romen verabschiedet.

Bad Mergentheim. Eine besondere Abschiedsstimmung schwang in diesem Jahr bei der Examensfeier in der Physiotherapieschule Sanitas in mit. Zum einen wurden die erfolgreichen Absolventen von Kurs 22 in ihr Berufsleben als Physiotherapeuten verabschiedet. Zum anderen nahm Prof. Dr. Werner Romen zum letzten Mal als Ärztlicher Leiter an der Examensfeier teil.

Nach 15 Jahren wird er seine Aufgaben in der Physiotherapieschule Sanitas abgeben. Die Leiterin der Physiotherapieschule Sanitas, Gabriele Weidner, gratulierte in ihrer Begrüßung den frisch examinierten Physiotherapeuten: „Sie haben alles richtig gemacht, als Sie sich für diese Ausbildung entschieden haben und müssen sich in den kommenden Jahren keine Sorge um einen Arbeitsplatz machen.“ In der Physiotherapie sei sehr viel Empathie und Zuversicht für den Patienten notwendig. „Diese positive Energie spüren die Patienten und dann werden sie auch wieder zu Euch kommen.“

Raymond Valck, physiotherapeutischer Leiter der Fachschule, verwies in seiner Ansprache auf den besonderen Zusammenhalt unter den Schülern von Kurs 22. „Die 22 steht in der Zahlensymbolik für Frieden und Hoffnung und das trifft auch auf diesen Kurs zu.“ Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich der Kurs gemeinsam aufgemacht und am Ende gute Abschlüsse erreicht.

Auch Klassensprecherin Sherilyn Kraft erinnerte in ihrer Ansprache an die „vielen guten gemeinsamem Momente“ der zurückliegenden drei Ausbildungsjahre. „Wir haben jedes Problem gemeinsam analysiert und dann überwunden, immer gab es eine Schulter zum Anlehnen.“ Sie habe ihre Mitschüler als Menschen kennengelernt, die nur mit guten Worten über einander sprechen. „Jetzt bleibt eine große Lücke zurück.“ Die Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert drei Jahre und beginnt zunächst mit einem sechsmonatigen theoretischen Unterricht in den Fächern Anatomie, Physiologie und allgemeine Krankheitslehre. Anschließend folgen Praxiseinsätze in verschiedenen Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Physiotherapiepraxen, die immer von theoretischem Unterricht begleitet werden. Den Abschluss bilden schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen.

Der Ärztliche Leiter der Schule Prof. Dr. Werner Romen gratulierte den jungen Physiotherapeuten: „Sie haben eine wertvolle Ausbildung erhalten, die Ihnen einen guten Beruf und ein gutes Einkommen sichert. Sie werden gebraucht und erwartet“, sagte er. In den vergangenen Jahren hätten sich die Schüler deutlich entwickelt. „Sie sind heute glückliche Berufsanfänger, die gelernt haben, dass Leben fortwährendes Lernen, Arbeiten und sich Weiterentwickeln bedeutet.“ Er gratulierte auch den anwesenden Eltern und Freunden, die stolz sein könnten auf die frisch Examinierten.

Er selbst verabschiede sich nach 15 Jahren von der Physiotherapieausbildung. „Ich gehe jetzt, aber ich verschwinde nicht. Ich hoffe, Sie behalten mich als lästigen Fragesteller in Erinnerung und als einen Berater und Lehrer, der Wissen und Zusammenhänge vermittelt hat.“ Er habe bei seiner Lehrtätigkeit immer versucht, seine Vorstellungen von guter Medizin für den Menschen zu vermitteln. Abschließend dankte Prof. Dr. Romen den Kollegen sowie der Leiterin Gabriele Weidner für die jahrelange gute Zusammenarbeit und wandte sich zuletzt mit einem sehr persönlichen Dank an seine Frau, die ihn in all den Jahren immer unterstützt habe. Für die Physiotherapieschule Sanitas Tauberfranken würdigte Geschäftsführer Thomas Wigant den scheidenden Ärztlichen Leiter.

Nach seiner Zeit als langjähriger Chefarzt der Pathologie und als Ärztlicher Direktor des Caritas-Krankenhauses sei Prof. Dr. Romen in vielfältiger Weise aktiv geblieben, unter anderem als Präsident des DRK-Kreisverbands Bad Mergentheim, als Professor an der Dualen Hochschule sowie als Lehrer und Ärztlicher Leiter an der Physiotherapieschule Sanitas. „Sie haben Medizin immer als Engagement für den Menschen verstanden und dies auch so weitergegeben.“ Dies entspreche der ursprünglichen Bedeutung des griechischen Wortes Therapeut als „Jemandes Diener sein, sich in den Dienst anderer stellen“. Dieses Verständnis von Therapie habe Prof. Dr. Romen immer angetrieben. „Sie waren für Schüler und Kollegen immer Berater, Mentor, Lehrer, Mahner und Förderer, der mit Rat und Tat zur Seite stand.“

Dem herzlichen Dank schlossen sich auch Schulleiterin Gabriele Weidner, die Lehrer sowie die Schüler an, die sich mit warmem Beifall und „Standing Ovations“ von Prof. Dr. Romen verabschiedeten.

14 Schüler haben das Examen als Physiotherapeut und Physiotherapeutin erfolgreich bestanden, darunter Melanie Iwansky mit der Traumnote 1,0 und Leonie Bundschuh mit einem hervorragenden Schnitt von 1,3. ghtf

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