Bad Mergentheim

Landesweinprämierung 2019 23 Medaillen für die Weine der Weingärtner Markelsheim

Präsident übergibt Ehrenpreis

Archivartikel

Markelsheim/Heilbronn.Große Überraschung und noch mehr Grund zu großer Freude gab es für den Vorstand der Markelsheimer Weingärtnergenossenschaft, Michael Schmidt: anfangs dieser Woche flatterte ihm die Einladung zur Ehrenpreisverleihung anlässlich der Landesweinprämierung für Wein und Sekt 2019 auf den Schreibtisch. Die Genossenschaft wurde für die zur Prämierung 2019 eingereichten Weine mit insgesamt 23 Medaillen ausgezeichnet. Dafür gab es den Ehrenpreis des Regierungspräsidiums Stuttgart, den Regierungspräsident Wolfgang Reimer im Rahmen einer festlichen Weingala unter dem Motto „Wein trifft Wirtschaft“ in Heilbronn an Michael Schmidt, Kellermeister Peter Kilburg und Verkaufsleiter Veit Sambeth überreichte. Für die Markelsheimer Wengerter ist dieser Ehrenpreis nach einigen schweren Jahren wieder ein großer Erfolg, denn die letzte Auszeichnung datiert aus dem Jahr 2014.

Im Prämierungsjahr 2019 wurden insgesamt 2071 Weine und 91 Sekte von 89 Betrieben zur Prämierung angestellt. Ausgezeichnet wurden 1853 Weine. 82 Weine erhielten die volle Punktzahl und damit die Auszeichnung „Großes Gold“. 701 erreichten eine Goldmedaille.

Die Prädikate „Ausgezeichnet mit Goldrand“ erhielten 799 Weine, „Ausgezeichnet“ mit Silberrand“ 271 Weine. Von den angestellten Sekten wurden 72 Sekte prämiert. Es wurde vier Mal Großes Gold, 30 Mal Gold, 25 Mal Ausgezeichnet mit Goldrand, 13 Mal Ausgezeichnet mit Silberrand vergeben. Die Markelsheimer Genossenschaftsweine bekamen einmal die Auszeichnung „Großes Gold“, acht Mal „Gold“, elf Mal „Ausgezeichnet mit Goldrand“ und zudem drei Mal „Ausgezeichnet mit Silberrand“.

Die siegreichen Betriebe erhielten ihre Auszeichnung aus den Händen ihrer Preis-Stifter. Für die Mitglieder der Markelsheimer Weingärtner-Genossenschaft gab es den Ehrenpreis des Regierungspräsidiums Stuttgart.

Regierungspräsident Wolfgang Reimer hatte bei der Preisübergabe ein „Heimspiel“, denn er outete sich in seiner Laudatio ohne Umschweife als „Sohn des Taubertals“. Als gebürtiger Archshofener fuhr er auf dem Weg ins Deutschorden-Gymnasium tagtäglich mit dem Zug an den Markelsheimer Weinbergen vorbei, die damals in Frostnächten noch mit Ölöfen „beheizt“ wurden, wie er sich erinnerte. Eine äußerst umweltfeindliche Frostabwehrmaßnahme, die heute undenkbar wäre.

Als Gastreferent aus der Wirtschaft war das Vorstandsmitglied für Produktion und Logistik der Porsche AG, Dr. Ing. Albrecht Reimbold, gekommen. Er stellte in seinem Vortrag „Welche Parallelen gibt es zwischen Weinbau und Industrie“, die Gemeinsamkeiten der beiden Produkte „Porsche und Trollinger“ heraus.

„Beide streben nach Qualität, beide sind Premiumerzeugnisse, beide wollen die höchsten Prädikate, um dem Kunden und Genießer zu überzeugen und bei beiden muss das Preis-Leistungsverhältnis stimmen.“ Auch die unangenehmen Gemeinsamkeiten verschwieg Reimbold nicht: „Skandale wie die Beimischung von Gycol im Wein oder der Schummeldiesel, nützen dem Wein- und dem Automobilbau nichts“.

Moderatorin des Abends war die Württemberger Weinkönigin und neugewählte deutsche Weinprinzessin Julia Böcklen, für die musikalische Begleitung sorgten Annalena und Sofie mit Liedern aus dem Programm „Schwesternherz“.

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