Bad Mergentheim

Generalversammlung des VdK-Kreisverbands Kurt Weiland als Vorsitzender im Amt bestätigt / Höhepunkt 2019 waren hochfrequentierte Gesundheitstage

Plus von 237 Mitgliedern verzeichnet

Archivartikel

Der VdK ist gut aufgestellt – was die Mitgliederanzahl angeht, aber auch inhaltlich. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands deutlich.

Edelfingen. Bei den Vorstandswahlen im Rahmen des 24. Verbandstages des VdK-Kreisverbands Tauberbischofsheim im Landhotel Edelfinger Hof wurde der bisherige Vorsitzende Kurt Weiland einstimmig in seinem Amt bestätigt.

„Wir konnten bei den Aktivitäten und der Mitgliederentwicklung 2019 an das gute Vorjahr anknüpfen“, bilanzierte Weiland zuvor im Anschluss an ein Totengedenken. „Der Kontakt zu den 21 Ortsverbänden und deren Vorständen ist mir sehr wichtig. Denn dort wird die Basisarbeit geleistet“, betonte er. Höhepunkt 2019 seien die zweiten Gesundheitstage Main-Tauber-Kreis im Mai gewesen. Die überwiegend hochfrequentierten Gesundheitstage mit circa 40 Ausstellern, verschiedenen Fachvorträgen rund um die Themen Gesundheit, Pflege und Vorsorge sowie einem bunten Rahmen- und Unterhaltungsprogramm standen unter dem Motto „Organspende“. Zugleich dankte der Kreisvorsitzende allen Helfern und Unterstützern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

„Pflege macht arm!“

Als Schwerpunktthemen 2019 nannte Weiland unter anderem die Kampagnen „Pflege macht arm!“ und „Aktiv inklusiv – Gemeinsam verschieden sein“ sowie die Patienten- und Wohnberatung. Zur Aktion „Weg mit den Barrieren“ fand im September eine Begehung in Lauda mit Vertretern des Verbandes und der Stadt statt. Die Kampagne „Pflege macht arm!“ soll auf das zunehmende Armutsrisiko bei Pflegebedürftigkeit hinweisen, da viele Pflegebedürftige und Heimbewohner einen großen Teil der Kosten selbst zahlen müssten. Für diese Aktion sei es gelungen, in den Ortsverbänden viele Unterschriften zu sammeln, so dass sie 2020 fortgesetzt werde.

Anfang 2020 zählte der VdK-Kreisverband Tauberbischofsheim 5502 Mitglieder, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 237 Personen (4,5 Prozent) entspricht. Zu dieser erneut positiven Entwicklung habe speziell das Hauptamt mit einem sehr erfolgreichen Rechtsreferenten und einem schlagkräftigen Sekretariatsteam beigetragen als auch die hervorragende Mitgliederbetreuung sowie die vielen Aktivitäten und Aktionen in den einzelnen Ortsverbänden. Um den Mitgliedern noch einen weiteren Mehrwert anzubieten, habe der Kreisverband mit einheimischen Firmen Kooperationen begonnen, indem die Mitglieder bei dortigen Einkäufen entsprechende Rabatte erhalten.

Einen in der abgelaufenen Geschäftsperiode trotz eines leichten Defizits, das vor allem durch Ausgaben für die zweiten Gesundheitstage bedingt war, insgesamt erfreulich positiven Finanzstand vermochte Schatzmeister Reinhold Adelmann zu vermelden. Aufgrund der Bestätigung einer beanstandungsfreien Finanzführung und „perfekten Buchführung“ durch die beiden Revisoren Margot Härtl und Norbert Dühmig konnte der Vorstand daraufhin einstimmig entlastet werden.

Junge Menschen ansprechen

„Gemeinsam wollen wir daran mitwirken, den VdK-Kreisverband besonders auch für die junge Generation bekannter und präsenter zu machen“, berichtete Kreisjugendvertreter Marco Hess. Künftige Schwerpunkte seien unter anderem Präsenz an Schulen, Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen. Kreisfrauenvertreterin Margarete Schmidt hob in ihrem Bericht speziell die Durchführung eines Arbeitstreffens der Frauenvertreterinnen des Ortsverbands im Zeichen der VdK-Aktion „Pflege macht arm!“ nebst einer Fahrt nach Stuttgart in den Landtag auf Einladung von MdL Wolfgang Reinhart hervor. Dabei seien dem CDU-Fraktionsvorsitzenden etwa gesammelte 400 Unterschriften mit der Bitte um Unterstützung überreicht worden.

Als „Richtschnur und Kompass in der deutschen Sozialpolitik“ titulierte Bad Mergentheims Oberbürgermeistervertreter Andreas Lehr den VdK. „Bitte bleiben Sie so engagiert und aktiv, für die Menschen vor Ort da zu sein sowie sich im Bereich der Fürsorge und der Daseinsvorsorge für sie einzusetzen“, appellierte der OB-Vertreter.

Vermittler im sozialen Dialog

„Der VdK ist mit bundesweit inzwischen rund zwei Millionen Mitgliedern einer der größten und einflussreichsten Sozialverbände in Deutschland sowie ein wichtiger Partner und Vermittler im sozialpolitischen Dialog gerade auch in Zeiten des demografischen Wandels sowie der damit verbundenen Themen“, betonte Reinhart in seinem Grußwort. Insbesondere auch für den ländlichen Raum stelle das eine enorm große Herausforderung dar, für die nur gemeinsame Lösungen unter anderem zwischen Sozialverbänden, Ehrenamtlichen und Politik möglich seien. „Was der Welt am meisten fehlt, sind Menschen, die sich mit den Nöten anderer beschäftigen“, zitierte er den elsässischen Arzt, Philosophen und Theologen Albert Schweitzer. „Gäbe es den VdK nicht, müsste man ihn erfinden“, hob Reinhart hervor.

Bei den Vorstandswahlen wurden neben dem Kreisverbandsvorsitzenden Kurt Weiland ebenso dessen Stellvertreterin Lilo Jaksch und Kassier Reinhold Adelmann in ihren Ämtern jeweils einstimmig bestätigt. Zudem wurden in den Vorstand neu oder wiedergewählt: Ilona Jäger (Schriftführerin), Margarete Schmidt (Frauenvertreterin), Regina Zollmann (Vertrauensperson Behinderte), Marco Hess (Jugendvertreter) sowie Annette Gölles, Dieter Ilg und Jürgen Klein (jeweils Beisitzer).

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