Bad Mergentheim

Kurverwaltung „Es ist gelungen, das Werk sowohl im Zeitplan als auch im Kostenplan umzusetzen“

„Neue“ Fußgängerbrücke über die Tauber ist fertig und nutzbar

Archivartikel

Bad Mergentheim.Die Erneuerung der Tauberbrücke im Kurpark ist nun bis auf kleinere Rest- und Rückbauarbeiten abgeschlossen. Seit einigen Tagen ist die Brücke wieder für Fußgänger geöffnet.

Der Verwaltungsrat der Kurverwaltung Bad Mergentheim GmbH mit seinen drei Gesellschaftern Land Baden-Württemberg, Main-Tauber-Kreis und Stadt Bad Mergentheim traf in 2018 die Entscheidung, die Fußgängerbrücke über die Tauber zu erneuern. Sie ist der zentrale Zugang in den Kurpark und einer der Haupt-Wege, der die Innenstadt mit dem Kurpark verbindet.

„Wir freuen uns über die neue Brücke, die in einer nachhaltigen Bauweise als Holzkonstruktion erstellt wurde und nun den höchsten Ansprüchen genügt“, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates Prof. Dr. Wolfgang Reinhart. „Es ist gelungen, das Werk sowohl im Zeitplan, als auch im Kostenplan umzusetzen.“

Während der Bauphase musste die Wegeführung geändert werden und die Fußgänger einen Umweg durch den Schlosspark beziehungsweise alternativ über die Wolfgangsbrücke in Kauf nehmen. Die Bauleitung wurde der in Bad Mergentheim ansässigen ITBS Ingenieurgesellschaft mbH übertragen. „Diese innovative Holzbrücke ist ein lebendiges Beispiel für modernen Holzbau“, sagt Geschäftsführer Joachim Schibold und betont, dass bei dieser Brücke in besonderem Maße auf den Witterungsschutz geachtet wurde. „Die Dauerhaftigkeit bei Holzbrücken ist ein großes Thema. Das Holz muss so gut es geht trockengehalten werden. Wir haben in die Brücke ein Monitoring-System zur Überwachung der Holzfeuchte installiert, so dass auftretende Probleme angegangen werden können, bevor Schäden entstehen. Somit ergeben sich auch längere Wartungsintervalle.“ Bei den Rohstoffen wurden auch Materialien aus der Region verwendet, wie beispielsweise Kirchheimer Muschelkalk.

„Der Energieaufwand für den Bau einer Holzbrücke ist deutlich geringer gegenüber einer Betonbrücke“, führt Christian Rapp von der ITBS weiter aus. „Ein weiterer Vorteil ist die CO2-Bindung durch das Holz, lediglich die direkt bewitterten Teile wie der Gehbelag wurden betoniert.“

Der Rückbau der Baustraße und die Wiederherstellung der umliegenden Flächen werden noch die kommenden Wochen in Anspruch nehmen.

Tageweise kann es für Restarbeiten gegebenenfalls noch zu Sperrungen kommen. kv

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