Bad Mergentheim

Roto AG Neues Innovationszentrum nach 18-monatiger Bauzeit eingeweiht / "Kunst am Bau" / 80 neue Arbeitsplätze entstanden

"Mission Gipfelsturm" ist vollbracht

Archivartikel

Die Firma Roto hat ihre Produktionsstätte für Dach- und Solartechnologie in der Wilhelm-Frank-Straße um ein neues Innovationszentrum erweitert. 80 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Edelfingen. Im Rahmen einer Einweihungsfeier am Samstagvormittag im Beisein von Führungskräften der Firmengruppe und Vertretern der am Bau beteiligten Bau- und Planungsfirmen, unter ihnen der Vorstandsvorsitzende der Roto-AG Dr. Eckhard Keill und Oberbürgermeister Udo Glatthaar, wurde der Bau seiner Bestimmung übergeben.

Nach einer rund 18-monatigen Bauzeit ist im Industriegebiet Abelt ein futuristisch anmutendes Gebäude entstanden, das mit seiner bemerkenswerten Form dem Firmenlogo der Roto-Gruppe nachempfunden wurde.

Christoph Hugenberg, Vorstand der Division Dach- und Solartechnologie, bezeichnete das Bauvorhaben als "Mission Gipfelsturm". Nachdem man in den letzten Jahren in Maschinen und neue Produkte investiert habe und damit sozusagen das "vorgerückte Basislager" erreicht habe, habe man nun für das wichtigste Kapital des Unternehmens, für die Mitarbeiter, moderne Arbeitsplätze mit optimalen Arbeitsbedingungen geschaffen.

Moderne Ausstattung

Hier im neuen Entwicklungszentrum, in dem die alte Abteilungsstruktur aufgegeben wurde, werde ausschließlich kunden- und prozessorientiert nach dem Motto "der richtige Mensch am richtigen Produkt auf dem richtigen Arbeitsplatz" gearbeitet. Deshalb werden die ca. 80 neu geschaffenen Arbeitsplätze je nach Aufgabe und Arbeitsweise mit den einzelnen Mitarbeitern besetzt.

Daneben stehen modernst ausgestattete Meeting-Räume, Pausen-Inseln und Besprechungsboxen im neuen Gebäude zur Verfügung. An Energieeffizienz und ein gesundes Arbeitsklima wurde ebenso gedacht wie an Schallabsorber an den Arbeitsplätzen, die Umgebungsgeräusche schlucken und konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Somit seien beste Arbeitsbedingungen für die kreativen Mitarbeiter entstanden.

Der Vorstandsvorsitzende der Roto-AG, Dr. Eckhard Keill, hob hervor, dass bei Roto vorausschauend investiert werde, um am Markt erfolgreich zu sein. Auch Investitionen in die Ausstattung von Arbeitsplätzen seien auf lange Sicht profitabel, da die dort arbeitenden Menschen besser neue Ideen und Produkte entwickeln könnten. Nachhaltig und bis in die nächste Managergeneration reichend sollten die neuen Arbeitsräume sein, unterstrich der Firmenchef. Im neuen Gebäude sehe er nicht nur eine Produktionsstätte, sondern die bemerkenswerte Gestaltung des Baukörpers zeige auch, dass Kunst am Bau verwirklicht worden sei. Roto wolle etwas anders sein als die anderen, so Dr. Keill und hob hervor, dass man eindeutig erkennen solle, "dort im Taubertal, das ist Roto".

Auch OB Udo Glatthaar bescheinigte dem Bauwerk, dass es wert sei, gesehen zu werden. Er dankte der Roto-AG für die millionenschwere Investition am Standort Bad Mergentheim und wertete dies als Bekenntnis zur Taubertalregion. Die Roto-Niederlassung sei in der Region verankert und habe für die "richtigen Menschen am richtigen Standort investiert". Damit sei das Unternehmen für den Wandel in der Wirtschaft gerüstet und könne den Kunden weiterhin eine zufriedenstellend hohe Qualität der Produkte bieten. Gerne unterstütze die Stadt Bad Mergentheim auch die weitere Entwicklung der Firma Roto, unterstrich Glatthaar.

Hannes Katzschner, Direktor für Produktinformation und -entwicklung, erläuterte die Entstehung des Gebäudes. Mitarbeiter hätten Gelegenheit gehabt, Ideen einzubringen, die an die Planungsfirmen weitergeleitet worden seien. Wichtig sei Roto gewesen, dass für das Bauvorhaben Partner in der Region gefunden wurden. Im neuen Gebäude seien Flächen für Kommunikation, Konzentration, Arbeiten und Support entstanden, so Katzschner, für den der Neubau ein "Sexi-Zweck-Bau" mit viel Liebe zum Detail ist. Ein Video zeigte im Zeitrafferstil die Entstehung des Baues.

Marktplatz für Veranstaltungen

Heinz Bratzel als Vertreter der Planungsbüros und der Bau ausführenden Firmen wies darauf hin, dass in kreativen Räumen besser neue Ideen entwickelt werden könnten. Die zwei unterschiedlichen Kuben - Quaderform und lang gestreckte Keilform- würden im Innern des Gebäudes miteinander verschmelzen.

Ein "Marktplatz" nahe dem Eingangsbereich diene Veranstaltungen. Neben den verschiedenen Arbeitsbereichen habe man Atriumplätze geschaffen, die für die unterschiedlichste Zwecke genutzt werden könnten. Die verwendeten Baumaterialien Sichtbeton und Holz sollten auf den Werkstattcharakter hinweisen.

Neben den schalldämmenden Akustikstreifen in der Decke sorgt ein effektives Heizsystem in den Betondecken für Heizung und Kühlung. Großflächige Glasfassaden öffnen die Räume von innen nach außen. Außerdem wurden die notwendigen Installationen offen angebracht, um einen dekorativen Charakter zu erhalten. Froh sei er als Bauverantwortlicher, dass das Bauvorhaben unfallfrei durchgeführt worden sei. Beim Rundgang machten sich die Gäste ein Bild von dem modernen Gebäude, das mit einer Brücke im Obergeschoss mit den Bestandsgebäuden verbunden ist. Die Mitarbeiter arbeiten bereits seit circa zwei Wochen auf den neuen Arbeitsplätzen und sind begeistert, berichtete Hannes Katzschner, der die Gäste durch die Räume führte und deren Funktionen erläuterte.

Auch die Mitarbeiter hatten Gelegenheit das neue Gebäude zu besichtigen, da am Samstag das Roto-Familienfest für die rund 800 Mitarbeiter des Bad Mergentheimer Standortes stattfand. WM