Bad Mergentheim

Leserbrief: 2 Zu "Der Einfluss des CO

"Macht euch die Erde untertan"

Zu den Argumenten der Windenergiegegner, dass Windräder Vögel vertreiben und Fledermäusen die Übernachtungs- und Aufzuchtreviere nehmen oder sie bedrohen, möchte ich etwas klarstellen, auch weil über die Stickoxid-Situation in den Städten neu nachgedacht werden sollte.

Die Argumentation der Windenergiegegner ist endlos, kleinkariert, findet aber viele Anhänger. Meistens sind es Zeitgenossen, die praktisch in die Röhre schauen, also kein anderes Argument beziehungsweise Tatsache mehr sehen.

Fangen wir doch mal vorne an, beim Zitat "Die Schöpfung bewahren". Alle gescheiten Leute, vorweg Doktoren und Professoren, verlassen sich auf andere Gutachten, Meinungen oder Allgemeinwissen. Dass sie es überprüfen, ist meist nicht nachzuweisen, beziehungsweise der Fall. So auch im Falle der Bibel. Adam und Eva im Paradies wurde zwar anfangs anbefohlen, die Schöpfung zu bewahren. Aber, dass sie, beziehungsweise wir, aus dem Paradies vertrieben wurden, ist jedem bekannt. Es steht dann geschrieben: "Macht euch die Erde untertan". Dies tun die Menschen heute reichlich, jedoch den Glauben an den dreieinigen Gott haben die meisten verloren. Eher halten sie andere Religionen für ebenbürtig und fördern sie sogar noch.

Doch kommen wir zur Windkraft zurück. Sie ist nach wie vor die effizienteste Energiegewinnung, wurde aber aus parteipolitischen Gesichtspunkten am Anfang ihrer Entstehung gehindert. Angela Merkel hat dies geändert, aber das Kind war schon in den Brunnen gefallen. Windkraft bei uns vor Ort hat keine langen Zuführtrassen, zum Beispiel von der Ostsee her. Sie hat keine Abwärme, keinen Geruch, funktioniert bei Nacht oder bei Kälte, verbraucht keine Ressourcen, verschleißt keine Wege für den alljährlichen Nachschub. Es gibt keine Explosionsgefahr, keine Abwässer. Sie ist die billigste Energiegewinnung, die kWh-Entschädigung beträgt 9,7 Cent.

Die Geräuschentwicklung ist nur bei zu naher Bebauung, um 900 Meter Entfernung, zu hören. Ein Pkw ist aber genauso laut. Was nun die Vögel angeht, so ist zu beobachten, dass alle außer den großen Greifvögeln unter 100 Metern Höhe fliegen, also die Nabenhöhe kaum erreichen. Bei Nacht fliegen sowieso nur die mit einer Art Radar ausgestatteten Fledermäuse und die Eulen, die ja bekanntermaßen sehr gut hören. Aber meiner Ansicht nach geht doch der Mensch vor. Trotz aller Bemühungen, Elektroautos zu bauen, halte ich dies nur für eine Zwischenlösung. Wir brauchen nämlich den Strom aus Photovoltaik, Windkraft, Biogas und vielen anderen Quellen dringend, um aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen. Man müsste kein Windrad mehr anhalten oder die Photovoltaik abschalten. Mit diesem überschüssigen Strom könnte man den Treibstoff für die Zukunft machen. Allerdings müsste man die Motoren verbessern, denn Wasserstoff ist explosiv.

Da bietet sich der schon 1922 erfundene Wankelmotor an, der irgendwann, ohne nachzudenken, den Japanern als Patent überlassen wurde. Er würde gleich wie Daimler und Benz unsere Erfinderstruktur wieder neu ankurbeln.