Bad Mergentheim

Jugendgemeinderat Solidarität mit Flüchtlingen / Aktion "Eine Million Sterne"

Lichtermeer im Stadtzentrum

BAD MERGENTHEIM.Der neue Jugendgemeinderat startet unter dem Motto "Eine Million Sterne" seine erste große Aktion. Die Veranstaltung findet am kommenden Freitag, 17. November, auf den Marktplatz statt.

Damit schließen sich die Jugendlichen einer Solidaritäts-Initiative von Caritas International an. In bundesweit 80 Orten werden mit Hilfe Tausender Kerzen öffentliche Plätze in strahlende Lichtermeere verwandelt - als Zeichen für eine gerechtere Welt. Dem Jugendgemeinderat geht es vor allem darum, dass junge Menschen aller Nationen zusammenkommen, eine Einheit bilden und auf die Probleme der Flüchtlinge hinweisen. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Jugendliche, sondern an Besucher aller Altersgruppen.

Um 17 Uhr werden die Jugendgemeinderäte mit dem Anzünden der Kerzen beginnen, spätestens um 18 Uhr soll dann auf dem Marktplatz alles leuchten. Dazu gibt es einen Infostand und Live-Musik. Auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar wird die Veranstaltung besuchen.

Jugendgemeinderätin Pauline Löffler erklärt: "Die Aktion 'Eine Million Sterne' ist eine Solidaritätsaktion, mit der wir auf die immer noch schlechte Situation der Flüchtlinge im Libanon aufmerksam machen wollen. Das kleine Land hat über 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen und kommt mit der Versorgung nicht nach. Eltern, Kinder und Jugendliche wie wir mussten wegen des Krieges aus ihrer Heimat fliehen, weil sie um ihr Leben fürchteten.

Mit unserer Aktion möchten wir uns mit ihnen solidarisch zeigen. Wer weiß, vielleicht erreicht die Betroffenen ja die Nachricht, dass an diesem Tag deutschlandweit öffentliche Plätze für sie zum Leuchten gebracht werden."

Die bei der Aktion gesammelten Spenden kommen lokalen Hilfsprojekten für Flüchtlinge zugute sowie einem Schulprojekt von Caritas international im Libanon.

Partner der Veranstaltung ist das Jugendhaus Marabu. Initiiert und mitorganisiert wurde das Projekt von der Integrationslotsin beim Kolping Bildungswerk, das Teilprojektträger des Integrationsnetzwerkes Hohenlohe-Main-Tauber (INW) ist. Das INW wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Finanziell unterstützt wird das Projekt übrigens von der "Aktion Hoffnung" der Diözese Rottenburg-Stuttgart. jgr/stv