Bad Mergentheim

Bildung SPD gegen Schließung von Nahrungsmittelabteilung

„Letztes Wort noch nicht gesprochen“

Archivartikel

Bad Mergentheim.In einem Brief an die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius gegen die geplante Schließung der Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim ausgesprochen. Die Ministerin hat er gebeten, Alternativen für die betroffenen Lehrkräfte und Schüler aufzuzeigen. Nun liegt das Antwortschreiben vor.

In diesem, so Nelius per Pressemitteilung, beharrt die Ministerin auf der Schließung dieses Ausbildungsangebots und begründet dies mit der drohenden Überlastung des Lehrpersonals durch die gemeinsame Beschulung von vier Ausbildungsberufen über zwei Jahrgänge.

Georg Nelius: „Die Reaktion der Kultusministerin ist wenig überzeugend, da die Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bis heute herausragende schulische Leistungen ihrer Absolventen vorweisen kann.“

Resolution des Kreistages

Der Abgeordnete verwies auf eine Resolution des Kreistags des Main-Tauber-Kreises, die bereits im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Darin forderte der Kreistag einstimmig, das Schulangebot im Bereich Fleisch und Bäckerei zu erhalten. Diese Resolution wurde dem Kultusministerium übermittelt. Auch Georg Nelius wurde von zahlreichen Betroffenen angesprochen, die ihr Unverständnis über das Vorhaben des Kultusministeriums zum Ausdruck brachten.

Gefahr der Überlastung

„Die Schließung dieser erfolgreichen Ausbildungsstätte wäre ein äußerst negatives Signal für den ländlichen Raum, dessen Stärkung die Landesregierung so gerne im Munde führt“, erklärte der Abgeordnete. Die Begründung des Ministeriums, bei Weiterführung des Unterrichts in der Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bestünde die Gefahr einer Mehr- beziehungsweise Überlastung des Lehrpersonals, sei wenig aussagekräftig, zumal die Absolventen der Schule bisher sehr gute Leistungen erbracht hätten.

„In dieser Sache darf noch nicht das letzte Wort gesprochen sein“, so Nelius. spd

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