Bad Mergentheim

Solo-Theater Maria Warkentin spielt am 21. September Goethes Frau Christiane Vulpius

Leben im Schatten des Dichterfürsten

Bad Mergentheim.„Ich wär Goethes dickere Hälfte“ – Christiane von Goethe im Vorzimmer der verwitweten Oberstallmeisterin Charlotte von Stein: Maria Warkentin, Schauspielerin vom Russlanddeutschen Theaters spielt am Freitag, 21. September Christiane Vulpius. Die Veranstaltung findet in der Buchhandlung Moritz und Lux in Bad Mergentheim statt.

Frauen, wie beispielsweise Charlotte von Stein, spielten im Leben des Großen Dichters Johann Wolfgang von Goethe eine wichtige Rolle, sie haben sein literarisches Schaffen beeinflusst, in ihnen fand er Inspiration.

War es das große Glück?

Christiane Vulpius, ein einfaches Mädchen aus kleinen Verhältnissen, welches Goethe dann doch heiratete. Sie lebte im Schatten des Dichters. Sie durfte sich nur in den hintersten Räumlichkeiten des Hauses aufhalten. Und doch war Christiane der Meinung: „besser die Freundin eines großen Mannes zu sein als die Ehefrau eines kleinen“. War es das große Glück, von dem eine Frau träumt?

Christiane von Goethe, geborene Vulpius (1765 – 1816), die Frau, die Goethes Leben verändern sollte, die seine Ehefrau und Mutter seines Sohnes werden sollte, war eine Zufallsbekanntschaft. Christiane Vulpius, 23 Jahre alt, Blumenbinderin in einer Kunstblumenfabrik in Apolda, überreichte Goethe ein Bittgesuch ihres Bruders.

Dem immerhin schon 39-jährigen Wolfgang Goethe gefiel die natürliche Art der jungen Frau und er ergriff die Gelegenheit, bald schon zog Christiane Vulpius in sein Gartenhaus ein.

Wilde Ehe missbilligt

Die Weimarer Gesellschaft missbilligte diese Art der „wilden Ehe“. Dabei hätte man dem nicht mehr ganz so jungen Wilden ein kurzes Liebesabenteuer mit Christiane wohl als Laune durchgehen lassen, aber zur allgemeinen Überraschung hatte diese Liebe Bestand.

Das Theaterstück basiert auf „Wenn du geredet hättest, Desdemona“ – ungehaltene Reden ungehaltener Frauen von Christine Brückner. pm