Bad Mergentheim

Landesvorstandssitzung des Gemeindetages Baden-Württemberg Walnussbaum im Kurpark gepflanzt / Kommunen sind aktiv beim Klimaschutz

Landesweite Aktion: „1000 mal 1000 Bäume“

Archivartikel

Die Gemeinden sind aktiv beim Klimaschutz. Vieles wurde geleistet, Großes stehe noch bevor, betonte der Präsident des Gemeindetages, Roger Kehl, beim Start der Aktion „1000 mal 1000 Bäume“.

Bad Mergentheim. Anlässlich der Vorstandssitzung des Gemeindetags Baden-Württemberg in Bad Mergentheim fiel am Donnerstagvormittag auch der Startschuss für die Verbands-Aktion „1000 mal 1000 Bäume“.

Zusammen mit dem Gemeindetagspräsidenten Roger Kehle griffen Oberbürgermeister Udo Glatthaar, Kurdirektorin Katrin Löbbecke und der erste Beigeordnete des Gemeindetages, Steffen Jäger, zum Spaten. Vor den Kurhaus wurde ein Walnussbäumchen gepflanzt – der erste der vom Gemeindetag anvisierten jeweils 1000 Bäume, die in diesem und im kommenden Jahr in den im Verband organisierten rund 1000 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg gepflanzt werde sollen.

Man habe zwar nur „ein kleines Bäumchen vor sich, aber Großes im Sinne“, sagte Gemeindetagspräsident Roger Kehle. Der Rückgriff auf die berühmten Worte des ersten Menschen auf dem Mond, Neil Armstrong, war durchaus angebracht. Schließlich „fordert die Klimaveränderung von uns allen entschiedenes Handeln“, betonte der Präsident.

Und die Städte und Gemeinden seien hierbei schon lange aktiv, was sich auch bei der Anlage der Datenbank des Verbandes zeige. „Es wurde schon viel geleistet in den Kommunen, das wird leider oft vergessen“, sagte Kehle. Es sei angebracht, darauf hinzuweisen, denn „wir haben nur eine Option, und die heißt: Wir alle müssen handeln.“

Es brauche „viele Maßnahmen, überall“! Mit dem symbolischen Walnussbäumchen im Bad Mergentheimer Kurpark werde diese Aktion des Gemeindetages begonnen; das Ziel sei, ein Million neuer Bäume in ganz Baden-Württemberg zu pflanzen. Und nicht nur die Kommunen sollten handeln, sondern auch die Bürger seien aufgerufen, sich zu beteiligen und „den Spaten in die Hand zu nehmen und Bäume zu pflanzen“, betonte der Gemeindetagspräsident. Und: Es dürfen gerne mehr als eine Million Bäume werden, und dafür gelte es, „den Gedanken zu den Bürgern zu bringen und die Herausforderungen des Klimawandels deutlich zu machen“. Die Städte und Gemeinden müssen und sollen „vor Ort Maßnahmen diskutieren und auf den Weg bringen“ – gemeinsam mit Bürgern, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen, betonte Kehle.

Start im Kurpark

Er sei durchaus stolz, dass der Gemeindetag seine Versammlung in der Kurstadt ausrichte. Und auch der Startschuss der Aktion „1000 mal 1000“ im Kurpark erfülle ihn mit Freude, betonte der Bad Mergentheimer Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Der OB verwies auf die Öko-Bilanz der Kommunen. In Bad Mergentheim „wurde und wird viel getan“, und man sei bei der Aktion gerne dabei. Glatthaar versicherte, „dass wir die 1000 innerhalb eines Jahres voll machen“ – im Bereich der Kernstadt und natürlich auch in den Stadtteilen.

Kurdirektorin Katrin Löbbecke sah den Start der Aktion im Kurpark als „besondere Ehre“. Auch die Kurverwaltung sei bereits tätig in Sachen Klimaschutz, was sich auch an dem von Schülern der Kopernikus-Realschule angelegten Klimaweg zeige – das Projekt wurde von der Kurverwaltung unterstützt und gefördert.

Igersheims Bürgermeister Frank Menikheim war, obwohl nicht Mitglied des Landesvorstands, in den Kurpark gekommen und erhielt, wie alle Tagungsteilnehmer vom Präsidenten ein kleine Douglasie überreicht. Menikheim machte gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass der Igersheimer Gemeinderat im Rahmen einer Waldbegehung am 12. Oktober mit gutem Beispiel vorangehen wolle. „Dieser Vor-Ort-Termin soll der symbolische Auftakt sein für eine Gemeinschaftsaktion der Bürger und der Waldbesitzer. Der Gemeinderat wird an diesem Tag eine kleinere Kahlfläche bepflanzen.“ Bei den dann folgenden Gemeinschaftsaktionen „sollen unter dem Motto ’Mein Baum für den Gemeindewald’ verschiedene Flächen unter Mithilfe von Freiwilligen bunt und vielfältig – so, wie sich die Gemeinde insgesamt darstellt – wieder aufgeforstet werden“, sagte Menikheim.

Douglasie überreicht

Der Vertreter des Main-Tauber-Kreises beim Gemeindetag ist Ahorns Bürgermeister Elmar Haas. Auch er bekam vom Gemeindetagspräsidenten eine Douglasie überreicht.

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