Bad Mergentheim

Deutschordensmuseum Schulkunstausstellung eröffnet / Etwa 120 Objekte sind zu sehen

„Kunst weckt schöpferische Kräfte“

„Bild - Material - Objekt“ lautet der Titel einer regionalen Schulkunstausstellung im Deutschordensmuseum (DOM) in Bad Mergentheim.

Bad Mergentheim. In der Schau, die bis einschließlich Donnerstag, 10. Mai, zu sehen ist, werden unter der Regie des Staatlichen Schulamtes Künzelsau-Bad Mergentheim Kunstobjekte von Kindern und Jugendlichen aus Schulen im Main-Tauber- und im Hohenlohe-Kreis präsentiert. Erstellt wurden die Werke im Rahmen der Regionalen Schulkunst-Ausstellung 2017/2018 des in Stuttgart ansässigen Zentrums für Bildende Kunst und Intermediales Gestalten (ZKIS). In der aktuellen Saison dieser im zweijährigen Turnus stattfindenden Ausstellungsreihe werden von Anfang Oktober 2017 bis Mitte Oktober 2018 an landesweit 14 Orten staatlicher Schulämter Kunstwerke von Schülern gezeigt.

15 Schulen beteiligt

Zu der Ausstellung haben sich im Bereich des Schulamtes Künzelsau Kinder und Jugendliche aus über 15 Schulen aller Schularten in einer vielfältigen Bandbreite dem dreiteiligen Motto „Bild – Material – Objekt“ gewidmet, so dass sich in den Räumen des DOM insgesamt rund 120 Bilder, Objekte, Plastiken, Modelle, Reliefs, fotografische Dokumentationen und Lichtinstallation befinden. Gemeinsamer Nenner für die Schaffung dieser Kunstwerke war der Begriff des „Materials“ und der Umgang damit sowie, wie die Schüler ihre kreativen Ideen und Gedanken in „werkgerechtes“ Material umsetzen würden.

„Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“, zitierte Bürgermeister-Stellvertreterin Manuela Zahn den Dichter und Philosophen Friedrich Schiller in ihrem Grußwort, das sie im Namen von OB Udo Glatthaar und der Stadt Bad Mergentheim überbrachte.

Kunst habe für sie etwas Befreiendes und sei in der Schule ein Fach, in dem Kinder und Jugendliche teils ungeahnte Fähigkeiten zeigen sowie vielleicht Dinge ausdrücken könnten, die Sprache nicht hergebe. Dass die Lehrkräfte sich die Mühe machten, die jungen Menschen im Fach „Werken, Basteln, textiles Gestalten“ anzuleiten, verdiene alle Anerkennung.

„Ist es doch die bildende Kunst, die unsere schöpferischen Kräfte weckt und ästhetische Sensibilität schafft“, ergänzte Zahn. Zwar lasse sich nicht jedes Kind künstlerisch leiten, aber sie sei sich sicher, dass, wenn junge Menschen eine positive Entwicklung der praktischen Gestaltungsfähigkeit entdeckten, diese Talente auch gefördert würden. „Es ist schön, dass wir heute wieder eine Schulkunstausstellung eröffnen dürfen, die uns einen Einblick in das künstlerische Schaffen an den Schulen gibt“, betonte Schulamtsleiterin Ursula Jordan. „Ihr zeigt uns mit Eurem Schaffen, dass Kunst in der Schule und im Leben unverzichtbar ist sowie Kreativität hervorbringt“, hob Jordan die jungen Künstler hervor.

Spielraum genutzt

Die drei Begriffe des Ausstellungstitels „Bild“, „Material“ und „Objekt“, erläuterte in ihrer Festansprache Hedwig Maier vom Schulkunstteam des Staatlichen Schulamtes Künzelsau exemplarisch an Ausstellungsobjekten. Der Spielraum, den das Thema eröffne, werde hier ganz individuell genutzt. Dies solle auch so sein, da es ebenso den neuen Bildungsplänen entspreche. Diese sähen weiterhin handlungsorientierten Unterricht mit künstlerischer Produktion als Schwerpunkt für das Fach Bildende Kunst (BK) vor. „Kreativität mit Materialien der Kunst und des Alltags kann den Blick für unsere Gegenwart und Geschichte schärfen, bringt gleichzeitig Lebensfreude und stärkt Schülerinnen und Schüler“, sagte Maier in einem Fazit.

Wie die federführende Organisatorin der Ausstellung, Gudrun Otterbach, mitteilte, werden aus den gesamten Werken fünf bis acht Exponate ausgewählt, die bei der Landeskunstausstellung vom 17. September bis 6. Oktober im Haus der Wirtschaft in Stuttgart präsentiert werden.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Grundschule Engelsberg Markelsheim unter der Leitung von Rektorin Monika Halbmann.