Bad Mergentheim

Investitur Thomas Hämmerle in sein Amt als Pfarrer von Wachbach und Herbsthausen eingesetzt

Konstruktives Miteinander angeboten

Die evangelischen Kirchengemeinden Wachbach und Herbsthausen haben mit Thomas Hämmerle einen neuen Pfarrer.

Wachbach. In einem festlichen Gottesdienst in der Wachbacher Kirche setzte Dekanin Renate Meixner den neuen Pfarrer in sein Amt ein.

Festlich musikalisch ausgestaltet wurde die Feier vom Wachbacher Kirchenchor unter Leitung von Hanna Ursin, vom Posaunenchor Bad Mergentheim, dirigiert von Veronique Neumann, und von Matthias Döhler an der Orgel.

Unter Posaunenklängen zog der neue Pfarrer in das Gotteshaus ein, geleitet von Dekanin und Schuldekan, Kirchengemeinderäten und beauftragten Sprechern.

Thomas Hämmerle berichtete der zahlreich erschienen Gemeinde von seinen wesentlichen Lebensdaten: Aufgewachsen sei er in Stuttgart und dort auch Mitglied der Hymnus-Chorknaben gewesen, mit Hohenlohe und Tauberfranken aber sei er vertraut durch ein Praktikum in Spielbach und die Zeit als Standortpfarrer in Tauberbischofsheim. Seine letzten Gemeinden waren Wittershausen und Sigmarswangen im Landkreis Rottweil. Er sei, so seine Erfahrung, „überrascht, wie aktiv, lebendig und beweglich Kirche vor Ort sein kann“.

Den „Rückenwind der Reformation“ wünschte Renate Meixner dem neuen Seelsorger für seine Aufgaben. Der helfe evangelischen wie katholischen Christen, sich auf den gemeinsamen Grund ihres Glaubens zu besinnen.

Eine pfarrerlose Zeit hätten Wachbach und Herbsthausen – trotz der Vertretung durch Vikar Bastian Hein und Pfarrer Uwe Krauß – jetzt ein Jahr lang erlebt. Das fördere die Selbstständigkeit der Gremien, doch brauche es auch den Pfarrer, der durch sein Studium in besonderer Weise befähigt sei zu Verkündigung und Sakramentsverwaltung, Seelsorge und Unterricht. Sein Dienst ziele darauf, dass „Menschen in der Gemeinde zu mündigen Christenmenschen werden, die wissen, was ihr Trost im Leben und im Sterben ist“.

Die Dekanin verpflichtete die Kirchengemeinderäte von Wachbach und Herbsthausen auf gute Zusammenarbeit mit dem neuen Pfarrer und Thomas Hämmerle auf die pflichtgemäße Erfüllung seines Amtes. Danach setzte sie den Pfarrer offiziell in sein Amt ein.

Als „beauftragter Sprecher“ wünschte Hans Stahl Gottes Segen und Joachim Hilt vom Kirchengemeinderat Sigmarswangen hob hervor, dass in der dortigen Zeit von Thomas Hämmerle viel Neues entstanden sei. Dekan i.R. Ulrich Poguntke betonte, schon früher habe man die Predigten des neuen Pfarrers geschätzt und ebenso seinen Umgang mit jungen Leuten.

Zehn Orte gehören zur Pfarrei von Thomas Hämmerle – so überreichte ihm die Wachbacher Kirchengemeinderats-Vorsitzende Inge Friedrich einen bunten Strauß mit zehn Blüten. Man sei aufgeschlossen für Änderungen und bringe Gesprächsbereitschaft und Teamfähigkeit ein, versicherte sie ihrem neuen Seelsorger. Er möge das Gespür für Traditionen mit Aufgeschlossenheit und guter Zusammenarbeit mit den Gruppen und Kreisen verbinden. Schuldekan Hans-Jürgen Nonnenmann stellte fest, die jungen Menschen bräuchten im Unterricht einen Pfarrer, „mit dem sie erfahren und spüren können, dass sie durch die Taufe in allem, was sie bedrängt, geborgen sein können in der Liebe Gottes und in der Solidarität ihrer Mitchristen“.

Von einer „handgreiflichen Garantie Gottes, dass es weitergehen wird“, sprach Thomas Hämmerle in seiner wohldurchdachten und lebensnahen Antrittspredigt. Predigttext war die biblische Geschichte vom Ende der Sintflut mit Gottes Regenbogen und dem Auszug Noahs und seiner Familie aus der Arche.

Der Klimawandel mahne die Menschen zu verantwortlichem Handeln, um die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren – es gebe „eine neue Chance, einen Zuspruch der Gnade Gottes“. Der Regenbogen sei dabei eine Zusage des Friedens, die Taube eine Friedenstaube. Beide mahnten zu vernünftigen Konfliktlösungen. Achtsamkeit sei in Gottes Arche gefragt und jeder habe seinen Platz im „Schiff, das sich (christliche) Gemeinde nennt“.

Die Grußworte für Thomas Hämmerle wurden beim anschließenden Kaffeetrinken im evangelischen Gemeindehaus gesprochen. Inge Friedrich dankte dem Igersheimer Pfarrer Uwe Krauß für die pfarramtliche Vertretung während der einjährigen Vakatur.

Uwe Krauß als Beauftragter der Kollegen des Distrikts Weikersheim hieß Thomas Hämmerle willkommen. Für die katholischen Schwestergemeinden Hachtel und Wachbach sprachen Florian Nuber und Anton Mühleck. Sie wünschten eine Weiterführung der gelebten Ökumene und boten eine gute konstruktive Zusammenarbeit an.

Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn überbrachte die Grüße der Stadt Bad Mergentheim und wünschte Thomas Hämmerle im geschichtsträchtigen Ort Wachbach „einen freundlichen Anfang für ein friedliches konstruktives Miteinander“.

Wachbachs Ortsvorsteher Hermann Dehner freute sich über das Ende der pfarrerlosen Zeit im Ort und den Aufzug eines erfahrenen Pfarrers. Mit Dankesworten des neuen Pfarrers Thomas Hämmerle endete die Investitur. peka

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