Bad Mergentheim

Neue katholische Kurseelsorgerin Schwester Kathrin Prenzel / Schon in Metzingen, Bad Urach, Kapfenburg/Ostalb und Kirchheim/Teck tätig gewesen

Kluge Theologin, erfahrene Seelsorgerin

Schwester Kathrin Prenzel ist die neue katholische Kurseelsorgerin in Bad Mergentheim.

Bad Mergentheim. Die Franziskanerin aus dem Kloster Sießen war bisher in Assisi tätig, der Wirkungsstätte des Ordensgründers.

Eine hochgebildete Kur- und Reha-Seelsorgerin bekommt die Kurstadt mit Schwester Kathrin. Nach dem Abschluss als Diplom-Theologin studierte sie noch zwei Jahre an der franziskanischen Hochschule Antonianum in Rom und promovierte danach zur Lizenziatin der Theologie. Im kirchlichen Hochschulrecht ist dieser Titel die akademische Voraussetzung, um an kirchlichen Hochschulen zu lehren.

Aufgewachsen ist Schwester Kathrin in Stuttgart. In der Kirchengemeinde St. Michael lernte sie die dort von Augustinerpatres durchgeführte Jugendarbeit kennen. Das Theologiestudium, so erzählt sie unserer Zeitung, sei schon immer ihr Wunsch gewesen. So besuchte sie zunächst das Ambrosianum, das theologische Vorseminar in Ehingen, und studierte dann Theologie, die meiste Zeit an der Universität Tübingen und dazwischen ein Jahr in Rom. Als Diplom-Theologin trat sie dann in das Franziskanerinnen-Kloster Sießen ein.

Nach dem zweijährigen Noviziat wurde sie von der Gemeinschaft gebeten, weitere Studien zu machen und sie widmete sich am Antonianum in Rom dem Studium der franziskanischen Spiritualität. Der akademischen Ausbildung folgte die kirchliche: Nach drei Jahren in der Diözese Rottenburg-Stuttgart schloss sie als „Pastoralreferentin“ ab.

In verschiedenen Seelsorgeeinheiten war Schwester Kathrin danach tätig: in Metzingen, Bad Urach (mit einem Schwerpunkt in der Hospizarbeit), Kapfenburg/Ostalb und Kirchheim/Teck. Drei Jahre lang war sie Kurseelsorgerin in Bad Saulgau. In der Casa de la Pace der Franziskanerinnen in Assisi widmete sie sich der Begleitung der Gäste. Ihnen vermittelte sie die Grundzüge der franziskanischen Spiritualität und das Wissen darum, wie viel der Geist des Ordensgründers für das heutige Leben zu bedeuten vermag.

Nach drei Jahren erreichte sie der nächste Ruf ihres Ordens – sie wurde gebeten, die Stelle der Kurseelsorgerin in Bad Mergentheim zu übernehmen. Ihre Vorgängerin Schwester Brigitte Wahl übernimmt als Generalassistentin die Leitung einer 31-köpfingen franziskanischen Gemeinschaft in Dresden.

„Die Arbeit reizt mich sehr“, so Schwester Kathrin. Es sei eine „sehr erfüllende und bewegende“ Aufgabe. Vielerlei Lebensgeschichten habe man zu begleiten. Zuhören zu können, sei dafür eine ganz wichtige Voraussetzung. Und „es ist erstaunlich, wie gläubig manche Leute ein schweres Schicksal tragen“.

Sehr wichtig ist der neuen Kursseelsorgerin die Ökumene. „Ich bin selbst ein Ökumene-Kind“ erzählt sie. Sie freue sich auf die Fortsetzung der in der Kurstadt gewohnten guten ökumenischen Zusammenarbeit mit ihrer evangelischen Kollegin, Pfarrerin Angelika Segl-Johannsen.

„Miteinander auf dem Weg sein und sehen, wo man Jesus entdecken kann“ – das möchte Schwester Kathrin. Wohnen wird sie zusammen mit den anderen in Bad Mergentheim tätigen Franziskanerinnen im ehemaligen Kapuziner-Kloster, in dem Ende des Jahres ein „Spirituelles Zentrum“ eröffnet wird.

Offiziell begrüßt wird die neue Kurseelsorgerin Schwester Kathrin Prenzel in der Messe am morgigen Sonntag um 10.30 Uhr im Münster St. Johannes. peka

Zum Thema