Bad Mergentheim

Caritas-Krankenhaus Förderverein übergibt zwei mobile Schmerzpumpen für Palliativstation

Kleine Geräte bereiten große Freude

Bad Mergentheim.„Mit zwei kleinen Geräten in der schweren Zeit eine große Freude bereiten“, so könnte man die Übergabe von zwei mobilen Schmerzpumpen für Patienten der Palliativstation durch den Caritas-Förderverein überschreiben.

Zuverlässig, leicht, und handlich – so lassen sich die Vorteile der beiden Schmerzpumpen beschreiben, die der Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim kürzlich auf der Palliativstation übergeben hat.

Anders als bei den großen Schmerzpumpen, die die Patienten buchstäblich an ihr Zimmer binden, ermöglichen die handlichen Neuanschaffungen freies Bewegen im Caritas-Krankenhaus oder sogar einen Ausflug mit dem Wunschmobil.

Möglich wurde die Schmerzpumpen-Übergabe dank einer großzügigen Spende. Die Angehörige eines Patienten der Palliativstation, die gern anonym bleiben möchte, hatte nicht nur den unermüdlichen Einsatz der Ärztinnen und Pflegekräfte für ihren Vater gelobt, sondern sich auch selbst stets angenommen und getröstet gefühlt. Daher spendete sie 1500 Euro an den Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses, um „ein Herzensprojekt für die Palliativstation“ umzusetzen. Der zögerte nicht lange, sondern bestellte für die Spendensumme direkt eine Schmerzpumpe. Das Zweitgerät wurde aus dem Vereinstopf beigesteuert. „Für uns ist es wahnsinnig toll, zu sehen, dass wir mit zwei kleinen Geräten Patienten wie Mitarbeitenden trotz der schweren Zeit auf der Palliativstation eine so eine große Freude bereiten. Unser Vereinszweck ist damit in doppelter Hinsicht erfüllt“, sagte die Vorsitzende Schwester Maria-Regina Zohner bei der Übergabe im Caritas. Fachärztin Dagmar Hügel-Dubowy nahm mit den beiden Palliativ-Schwestern Regina Almandinger und Regina Weiland die ersehnten Geräte auf der Station im Caritas-Krankenhaus entgegen. „Größe und Gewicht sowie eine lange Akkulaufzeit erlauben es gerade den schwerstkranken Patienten, die gern und in Relation noch gut zu Fuß sind, größtmöglich unabhängig zu sein und sich frei zu bewegen. Hinzu kommt, dass die Abgabe des Schmerzmittels von den Patienten selbst dosiert werden kann“, erklärt die Ärztin die Vorteile der handlichen Geräte. Eine Überdosierung sei durch eine entsprechende Schutzprogrammierung ausgeschlossen. Zugleich warne das Gerät frühzeitig durch einen Signalton, wenn beispielsweise das Schmerzmittel zur Neige geht oder der Katheter verstopft ist. „Der Patient hat dann noch genug Zeit, zurück zu uns auf die Station zu kommen, bzw. bei Ausflügen mit dem Wunschmobil die medizinisch geschulte Begleitperson um Hilfe zu bitten.“ Zu ihrem verdienten Einsatz auf Fahrten mit dem „Wunschmobil unterwegs“, das als gemeinsames Projekt mit dem DRK schwerstkranken Patienten in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch erfüllt, werden die Schmerzpumpen demnächst öfter kommen. Denn um das Angebot für noch mehr Menschen in der Region auch gut zugänglich zu machen, ist unlängst eine Kooperation zwischen dem Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses mit dem Ökumenischen Hospizverein Bad Mergentheim geschlossen worden. fv-ckbm

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