Bad Mergentheim

Gemeinderat Antrag der Grünen abgelehnt

Keine Verpackungssteuer und auch kein Fleischsalat in der Hosentasche

Archivartikel

Bad Mergentheim.Der Antrag der Grünen, eine Verpackungssteuer in Bad Mergentheim einzuführen, scheiterte. Die Grünen wollten damit dem Beispiel der Stadt Tübingen folgen. Die Stadtverwaltung riet jedoch davon ab, weil höchstrichterliche Entscheidungen dagegen sprächen.

Thomas Tuschhoff (Grüne) ließ sich jedoch nicht beirren, weil einfach zu viel Müll – auch in der Kurstadt – produziert werde. Andreas Lehr (CDU) wandte sich gegen die Idee, weil lieber versucht werden sollte, Müll und Verpackungen zu vermeiden, mittels Anreizen. Seine Fraktionskollegin Manuela Zahn meinte zum Antrag, dass dieser zur falschen Zeit komme. Durch die Corona-Krise müsse gerade noch mehr verpackt werden – leider. Ulrich Gebert (CDU) warf den Grünen vor, vor allem die kleinen Händler vor Ort mit ihren Plänen zu treffen, während Fast-Food-Ketten weiter ihre Müllberge produzieren würden. Mit dem Spruch, den Fleischsalat in seiner Metzgerei „den Kunden nicht in die Hosentasche abfüllen zu können“, sorgte Gebert noch für einige Lacher. Der Vorschlag von Thomas Tuschhoff, hier beispielsweise Gefäße zum Abfüllen von zu Hause mitbringen zu lassen, änderte an der ablehnenden Haltung zahlreicher Stadträte nichts mehr. Am Ende stimmten nur neun Ratsmitglieder, darunter die Grünen und einzelne Vertreter von SPD und Freien Wählern für die neue Steuer, es gab zwei Enthaltungen und 20 Gegenstimmen. sabix

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