Bad Mergentheim

1999 im Main-Tauber-Kreis gegründet Soziale Ziele im Vordergrund / In Deutschland bereits seit 50 Jahren vertreten / Heute bundesweit 8800 weibliche Mitglieder

Inner Wheel Club feiert ein Doppeljubiläum

MAIN-TAUBER-KREIS.Der Inner Wheel Club Tauberfranken kann in diesem Jahr auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Mit ihm feiern in Deutschland 8800 weibliche Mitglieder in 212 Clubs und sieben Distrikten ihr 50-jähriges Bestehen.

1969 wurde in Lübeck der erste deutsche Club gegründet. Weltweit besteht Inner Wheel schon seit 1924. Damals entschlossen sich Frauen, die soziale Arbeit der im Ersten Weltkrieg abwesenden rotarischen Ehemänner weiterzuführen und gründeten eine eigenständige Organisation mit sozialen Zielen. Die Bewegung breitete sich schnell über die ganze Welt aus und ist heute mit „International Inner Wheel“ als NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) mit beobachtendem Status bei den Vereinten Nationen vertreten. Mittlerweile hat Inner Wheel über 108 000 Mitglieder in 104 Ländern. Inner Wheel zählt zu den größten internationalen Frauenvereinigungen. Ursprünglich wurde nur Ehefrauen der Rotarier aufgenommen. Inzwischen kann jede aktive Frau Mitglied werden. Inner Wheel ist eine Service-Organisation. Sie fühlt sich drei Zielen verpflichtet: der Freundschaft untereinander, dem ehrenamtlichen sozialen Engagement und der internationalen Verständigung. Das bedeutet großen persönlichen Einsatz und viel Zeitaufwand. Freundschaft und Toleranz spielen im Clubleben der Inner Wheelerinnen eine große Rolle; der Schwerpunkt liegt in der Sozialarbeit.

Gründung 1999

Der Inner Wheel Club Tauberfranken fand zum ersten Mal am 18. September 1999 unter seiner Gründungspräsidentin Dr. Gerhild Bau im Kloster Bronnbach zusammen. Der Club, der zur Zeit 43 Mitglieder aus dem ganzen Main-Tauber-Kreis zählt und sich einmal im Monat in Wertheim, Tauberbischofsheim oder Bad Mergentheim zum Gedankenaustausch und einem Vortrag trifft, unterstützt unterschiedliche Einrichtungen. So erhalten örtliche Kindergärten Spielgeräte aus dem Erlös eines alljährlichen Kleidermarktes. Das Projekt „Chance“ in Frauental, das Jugendliche im freien Strafvollzug eine Re-Integration in die Gesellschaft ermöglichen soll, erhält Fördergelder, ebenso das Kinderdorf „Ossam“ in Timbaùba (Brasilien), das Patenkind Silvia in Khao Lak/Thailand. Auch hilfsbedürftigen Jugendlichen in Seelow bei Frankfurt an der Oder wird geholfen. Auch die Tafelläden und das „Frauenhaus“ der Region werden finanziell unterstützt. Der Club engagiert sich darüber hinaus in der Seniorenbetreuung im Main-Tauber-Kreis.

Mit Clubreisen wollen die Inner Wheelerinnen ihren Zusammenhalt stärken. Auch pflegen sie enge Kontakte zu ihrem Partnerclub Würzburg-Hofgarten. aro

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