Bad Mergentheim

Erfolgreich weitergebildet 16 Mitarbeiter verschiedener Kliniken sind jetzt spezialisierte Notfallpfleger

Im Ernstfall das richtige Händchen haben

Archivartikel

Im Notfall gilt es nicht nur bei der medizinischen Versorgung ein richtiges Händchen zu haben. Es geht auch um das Zwischenmenschliche.

Bad Mergentheim. Menschen in Notsituationen schnell und professionell zu versorgen, stellt an Gesundheits- und Krankenpfleger hohe Erwartungen. Unterschiedlichste Erkrankungen und Verletzungen müssen in der Notaufnahme oft schnell erkannt und gemeinsam mit den Ärzten behandelt werden. Patienten und Angehörige müssen währenddessen mit viel Empathie betreut werden. Eine Aufgabe, die nicht nur sehr viel Einfühlungsvermögen und Stressresistenz erfordert, sondern auch eine besondere Fachkompetenz.

Seit Kurzem müssen daher alle Zentralen Notaufnahmen in Deutschland entsprechend qualifiziertes Fachpersonal vorhalten. Als eines von nur wenigen Häusern in Baden-Württemberg vermittelt das Bildungszentrum am Caritas-Krankenhaus diese spezielle Kompetenz in der Fachweiterbildung Notfallpflege. Der erste Kurs mit 16 Teilnehmern hat jetzt die verkürzte Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen. Auch für die Weiterbildungsleiter Martin Gundling, Stefan Bier und den ärztlichen Weiterbildungsleiter Jürgen Weigand war es eine Premiere.

Persönliche Kompetenzen

Ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger erhalten in der Fachweiterbildung neben umfassendem medizinischem Fachwissen auch persönliche und soziale Kompentenzen, um auf die Bedürfnisse der Patienten und deren Angehörigen umfassend eingehen zu können. „Die Arbeit in einer Notaufnahme ist vielschichtig und erfordert viel Know-How, dass Sie über dieses Wissen verfügen, haben Sie heute in der Abschlussprüfung mit Bravour unter Beweis gestellt“, sagte Martin Gundling den Teilnehmern bei der Übergabe der Abschlussurkunden. Vier aufregende Monate habe man gemeinsam verbracht, in dem jeder von jedem etwas lernen konnte. „Sie verfügen jetzt über eine große Bandbreite an Know-How für eine Arbeit in einem besonders vielschichtigen Bereich der Pflege.

Dazu und auch zum erfolgreichen Ablegen der Prüfung herzlichen Glückwunsch. Auch für mich war es eine tolle Zeit, die mich viel gelehrt hat. Wir lernen nicht für die Schule, sondern fürs Leben. Bleibt am Ball für Eure Patienten und für Euch selbst“, sagte der Weiterbildungsleiter.

Auch der Chefarzt des Zentrums für Notaufnahme im Caritas-Krankenhaus Jürgen Weigand gratulierte den Pflegeprofis, die alle aus unterschiedlichen Kliniken aus einem großen Umkreis zur Weiterbildung gekommen sind. „Viele Erfahrungen durch die verschiedenen Strukturen und Arbeitsweisen an den unterschiedlichen Standorten sind in die viermonatige Weiterbildung miteingeflossen. Davon profitieren wir alle.“

Außerdem habe man durch die erfolgreiche Weiterbildung den neuesten G-BA Beschluss erfüllt, der Notaufnahmen gesetzlich dazu verpflichtet, entsprechend qualifiziertes Fachpersonal vorzuhalten. So sei man auch auf einem guten Weg, die Qualität der Patientenversorgung in Notaufnahmen immer weiter zu verbessern. Norbert Stolzenberger, Leiter des Caritas-Bildungszentrums, schloss sich seinen Vorrednern an und beglückwünschte die Teilnehmer. „Es ist bewundernswert, dass sich langjährige Pflegeprofis wie Sie, mit so viel Engagement neben der täglichen Arbeit derart in ihren Beruf reinhängen und sich in nur vier Monaten ein so großes Repertoire an Fachwissen aneignen.

Dafür meinen allergrößten Respekt“, lobte Norbert Stolzenberger. Zudem freute sich der Leiter des Caritas-Bildungszentrums, dass der Pilot der Fachweiterbildung am Standort Bad Mergentheim so erfolgreich gestartet ist und gratulierte dazu den Weiterbildungsleitern Martin Gundling, Stefan Bier und Jürgen Weigand. Die Notfallpflege-Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben: Simone Rothaus (Krankenhaus Freudenstadt), Annette Schulte am Hülse (Krankenhaus Freudenstadt), Ute Springwald (Krankenhaus Freudenstadt), Patricia Schenk (Main-Klinik Ochsenfurt), Margit Walch (Main-Klinik Ochsenfurt), Susanne Kleinhenz (Main-Klinik Ochsenfurt), Sophie-Louise Stör (Main-Klinik Ochsenfurt), Ramona Sabus (Krankenhaus Crailsheim), Heidi Kosel (Krankenhaus Crailsheim), Susanne Ratzek (Uniklinik Würzburg), Christoph Zorn (Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim), Elke Mangold (Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim), Barbara Hoch (Krankenhaus Tauberbischofsheim), Nadja Müller (GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, Standort Eberbach), Benjamin Müller (GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, Standort Eberbach), Verena Hoffmann (Klinikum Ludwigsburg).

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