Bad Mergentheim

Leserbrief Zum Artikel "Zu viel 'Flickschusterei' im Bereich der Schulen beklagt" (FN/TZ vom 29. Juli)

"Ich habe das Herumgeeiere satt"

Die Idee von Redakteur Sascha Bickel die Bad Mergentheimer Ratsfraktionen zu Redaktionsgesprächen einzuladen, finde ich prima. Nach den "Schwarzen", Freien Wählern und "Grünen" hatte er nun die "Roten" als Gäste. Am Samstag, 29. Juli, berichtete er darüber. Mit großer Verwunderung las ich da Dinge, die man unter der Rubrik "Frommes Wunschdenken" ablegen kann.

Die "Solymar"-Belastung ist doch vorhanden und wird die Grenzen der Stadt fürs Geld ausgeben begrenzen. Mir fiel besonders auf, dass die SPD-Leute über Windräder zur Stromerzeugung kein Wort verlieren, die "Grünen" dagegen die Wichtigkeit für sich betonten.

Meiner Meinung nach ist es für die Zukunft von Bad Mergentheim im "Lieblichen Taubertal" und der "Romantischen Straße" wichtig, eine gesunde, natürliche Landschaft zu bieten, um damit das Urlaubsverhalten positiv zu beeinflussen. Gleichzeitig erhalten wir für die Bürger den Lebensraum, den wir dringend benötigen, um unsere Schaffenskraft und die Gesundheit erhalten zu können. Unsere Nachkommen werden für diese Weitsicht dankbar sein.

Fakt ist: Der Main-Tauber-Kreis ist verseucht mit Windrädern - 125 an der Zahl - und es kommen noch, welche dazu die 2016 noch genehmigt wurden auf die Schnelle, da ab 2017 neue Gesetze gelten.

Bad Mergentheim ist der einzige Platz, wo noch keine Windräder stehen. Das ist für das größte Heilbad im Ländle auch wichtig. Bad Füssing in Bayern macht es als größtes Bad in Europa vor. Da haben Windräder keine Chance. Hinzu kommt noch ein weiterer Fakt: Es wurde festgestellt, dass es im Ländle wirtschaftlich rentablen Strom nur an wenigen Standorten gibt. Bei uns gibt es zu wenig Wind, also baue ich auch keine Windräder - das ist doch logisch.

Meine persönliche Meinung ist: Ich habe das Herumgeeiere satt! Als man die Energiewende plante, hätten die Politiker die Rahmenbedingungen für die Standorte der "Spargeltürme" definieren müssen. Statt dessen wurden Gesetze geschaffen, welche die Entscheidungsmöglichkeiten der Städte und Gemeinden aufhoben. Gebiete, die der Erholung dienen (Urlaubsregionen usw.) dürften von vorneherein nicht bebaut werden.

Wäre das geschehen, hätten wir im "Lieblichen Taubertal" nicht ein Windkraftrad gebaut und damit unsere Sonderstellung dokumentiert. 60 Jahre Werbung wären damit nicht ad absurdum geführt worden.