Bad Mergentheim

Bedeutung der Pilgerwege Ludwig Schönbein aus Öhringen referiert bei Tagung am 26. Januar in Wachbach

Hoffnung auf besondere Kraft und Hilfe

Archivartikel

Wachbach.Die Sehnsucht der Pilger des Mittelalters galt dem Seh- beziehungsweise Berührkontakt mit Reliquien von Menschen, die Jesus körperlich, schicksalhaft oder ideell nahekamen. Dadurch erhoffte man sich besondere Kraft und Hilfe. Auf diesen Wegen quer durch Europa begegneten sich Menschen verschiedener Nationen, Sprachen, Herkunft und Bildung. Ganz nebenbei lernte mancher Pflanzen, Techniken, Bearbeitungsmethoden und auch unterschiedliche Denkweisen kennen, die Europa langsam über die römischen Grundlagen hinaus vernetzten.

Die Pilger waren unterwegs zu ihrem Ziel und merkten spätestens auf dem Nachhauseweg, dass sie sich selbst unterwegs veränderten in ihrer Sicht auf andere Menschen und Kulturen. Und sie fühlten jeden Tag in den vertrauten gemeinsamen Gottesdienstritualen wie sehr der gemeinsame Glaube verbinden und versöhnen kann. Konrad Adenauer, Robert Schumann, Charles de Gaulle und Aristide de Gaspari fanden über ihren gemeinsamen Glauben zueinander und zu ihrer Überzeugung, dass für eine funktionierende Staatengemeinschaft Rechtsstaatlichkeit und Vertragstreue einfach noch nicht ausreichen. Wie Pilger begegneten sie sich wiederholt in Notre-Dame in Paris, im Kölner Dom beziehungsweise im Petersdom zum gemeinsamen Gebet.

Referent bei dieser Tagung ist Ludwig Schönbein aus Öhringen. Die Tagung findet am Sonntag, 26. Januar, um 14 Uhr im katholischen Gemeindehaus in Wachbach statt. Der Eintritt ist frei; eine Spende ist erwünscht. Weitere Informationen erhält man bei Josef Reisenwedel unter Telefon 07931 / 44567. pm

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