Bad Mergentheim

"Kiss-Me" Kinder berichten aus der Spielstadt / Umgang mit Arbeit und Lohn geübt

"Hier kann ich Geld verdienen und Bürgermeister werden"

BAD MERGENTHEIM.Auch dieses Jahr haben sich wieder viele Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren bei "Kiss-Me", der Kinderspielstadt angemeldet, um das Erwachsenenleben auszutesten. In der ersten Woche besuchten 303, in der zweiten Woche 252 Kinder "Kiss-Me". Die Spielstadt ist dazu gedacht, Kindern das selbstständige Leben mit Arbeit und Lohn näherzubringen.

"Kiss-Me-Zeitung"

Selina Reibel (13) Reporterin der "Kiss-Me-Zeitung" und Bürgermeisterin der zweiten Woche berichtet: "Um neun Uhr findet die Morgenversammlung statt. Nach ein paar Minuten Morgensport werden die wichtigsten Informationen über den Tag mitgeteilt und dann die 'Kiss-Me-Hymne' gesungen. Nun sucht sich jeder einen Job, den er jeden Tag neu wählen kann, und natürlich kann man sich auch bewerben.

Nun arbeiten die Kinder in ihrem jeweiligen Berufen weiter: Als Polizist, Bäcker, Fernsehreporter, Schauspieler oder Arzt. Andere arbeiten in der Pizzeria oder stellen Schmuck her.

Gasthaus und Massagen

Das verdiente Geld kann im Gasthaus, für Massagen oder für Kletterausflüge ausgegeben werden.

Neben einem Startgeld von zehn Kieseln gibt es pro Arbeitsstunde fünf Kiesel. Pro Tag sind jedoch auch fünf Kiesel Steuern zu zahlen. Um 16 Uhr beginnt die Abendversammlung. Hier treten Theater, Tanzschule und Zirkus auf und die Bürgermeister sprechen wichtige Themen an.

Die Bürgermeisterwahl der zweiten Woche haben Finn Kalwach (zehn Jahre) und Selina Reibel (13 Jahre) beide aus Bad Mergentheim, gewonnen."

Die "Kiss-Me-Zeitung" hat ein paar Bürger gefragt, was sie an der Spielstadt am besten finden. Es gab folgende Antworten:

Jona Voßler (acht Jahre): "Ich finde die verschiedenen Arbeitsstellen super. Am meisten mag ich das Gasthaus." Jana Fischer (zehn Jahre): "Ich finde es toll, dass man das Erwachsenenleben mal ausprobieren und sich mit seinem eigenen Geld Sachen kaufen kann." Lena Fischer (13 Jahre): "Mir gefällt am besten, dass man hier lernt, mit Geld umzugehen. Hier ist alles relativ realistisch aufgebaut." Silas Jüdner (acht Jahre): "Ich mag, dass man viel Geld verdienen kann und auch Bürgermeister werden kann." Und Pia Blank (zehn Jahre) sagt: "Es ist super, dass man hier die Berufe besser kennenlernt." stv