Bad Mergentheim

Kulturverein Vorbereitungen für zehntes „Begegnungsfest der Kulturen“ am 22. September laufen

Heimatländer mit allen Sinnen kennenlernen

Es hat Tradition und eine treue Fangemeinde: Das „Begegnungsfest der Kulturen“ findet heuer zum zehnten Mal in der Wandelhalle statt. Noch sind die Organisatoren eifrig am planen.

Bad Mergentheim. Menschen aus vielen Nationen leben in der Kreisstadt. Viele seit Jahrzehnten, andere erst sein wenigen Jahren. Und sie alle haben ein Stück Kultur aus ihrer Heimat mitgebracht. Obwohl längst heimisch geworden im Taubertal, verbinden diese Menschen starke Bande mit ihren Herkunftsländern. Grund genug für den Kulturverein, auf die Verschiedenheit und die Gemeinsamkeiten hinzuweisen. In Zusammenarbeit mit Stadt- und Kurverwaltung wurde das „Begegnungsfest der Kulturen“ aus der Taufe gehoben. Längst hat es einen festen Platz im Veranstaltungskalender. Zum Stand der Vorbereitungen des heuer zehnten Begegnungsfestes, das am 22. September von 13 bis 21 Uhr in der Wandelhalle stattfinden wird, sprach unsere Zeitung mit drei Vertretern des Kulturvereins: Auskunft gaben Fest-Koordinator Ulrich Dörner sowie die stellvertretende Vorsitzende Dr. Angela Weiß und die Vorsitzende Dr. Martina Knaut-Spaeth.

„Wir begegnen einander beim Gang durch die Stadt, im Kindergarten oder in der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein, beim Einkaufen, als Nachbarn oder auch in der Familie“, berichtet Dörner. Dennoch bleibe vieles der jeweiligen Heimatkultur verborgen, „einfach, weil wir oftmals gar nicht nachfragen, weil keine Zeit für ein tieferes Gespräch ist, oder, weil es an Gelegenheiten zum Austausch mangelt“.

Bauch, Herz und Gehirn

Das Begegnungsfest hingegen ist eine „Super-Gelegenheit“, fremde Kulturen kennenzulernen, ja regelrecht mit allen Sinnen einzutauchen die Heimat von Nachbarn, Vereinskameraden, Freunden und Kollegen. „Kultur ist vielfältig, sie geht vom Bauch über das Herz bis ins Gehirn“, ergänzt Angela Weiß mit Blick auf das Festmotto „Fremde Kulturen hören, sehen und schmecken – Toleranz leben“. Und so bieten die essenziellen Programmpunkte „Kulinarisches, Folkloristisches, Literatur, Tanz und Musik“, also das ideale Umfeld, um sich einmal mit der Vielfalt Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas zu beschäftigen.

Zahlreiche Anmeldungen

„Bisher haben wir schon zahlreiche Anmeldungen, wir rechnen aktuell mit zwölf bis 14 Pavillons“, sagt Dörner. „Wenn’s mehr werden, kriegen wir das auch hin“, ergänzt Martina Knaut-Spaeth. Denn es gilt der Grundsatz: „Jede Nation ist willkommen“ Ganz besonders freuen würden sich die Kulturvereins-Verantwortlichen, wenn beispielsweise Afghanen, Iraker oder Syrer einen eigenen Strand anbieten würden – zuletzt waren sie 2016 beim Pavillon des Asyl-Helferkreises dabei. Aber auch über Vertreter aus Frankreich und Italien – „da haben wir ja Partnerstädte“ – würden sich die Organisatoren sehr freuen. „Es sind ja in den vergangenen Jahren viele Menschen aus aller Herren Länder zu uns gekommen, und sie haben uns ja auch viel zu sagen“, macht Dörner deutlich.

Die verschiedenen Stände bieten den Festbesuchern einen umfassenden Einblick in die jeweiligen Herkunftsländer. Vielfach wird Landestracht getragen, die aber – je nach der jeweiligen Region – große Unterschiede aufweisen kann. „Es wird wie immer sehr bunt“, erklärt Dörner. Ganz besonders beliebt sind die vielfältigen „Geschmacksproben“: Spezielle Getränke sowie kleine Snacks mit dem „ganzen Geschmack der Heimat“ erleichtern die Kontaktaufnahme. Dazu gehören etwa ein Ghanaischer Ingwer-Trunk, luftgetrocknete dalmatinischen Schinken oder Köstlichkeiten aus der Türkei, dem Iran oder dem Libanon.

Neben dem umfangreichen kulinarischen Angebot wird es natürlich auch wieder ein vielfältiges und buntes Bühnenprogramm geben, ergänzt durch Vorführungen lokaler Vereine. „Die Besucher werden viel Folklore, Akrobatik, Sport, Musik und Tänze sehen und hören, darunter auch wieder ,alte Bekannte’ entdecken“, verweist Knaut-Spaeth auf das jetzt schon umfangreiche Programm. Die Moderation – „wer das macht, wird noch bekanntgegeben; wir stehen in engem Kontakt“, ergänzt Weiß – wird sicherstellen, dass sich die verschiedenen Beiträge und Vorführungen „locker ergänzen“. Und wenn sich einige Pavillon-Betreiber „spontan entscheiden, auf die Bühne zu gehen, dann wird das natürlich auch möglich sein“, versichert Dörner.

Bewährtes Konzept

Das bewährte Konzept des Begegnungsfestes wird beibehalten: Der Eintritt ist frei, nur für Getränke und Speisen müssen Bons erworben werden. „Kleine Preise, kleine Portionen. Unser Ziel ist es, dass die Besucher möglichst viele Proben genießen können“, betonen die Kulturvereins-Vertreter. Das Begegnungsfest der Kulturen ist somit auch Ausgangs- und Endpunkt einer kulinarische Rundreise und erfreut natürlich auch Augen und Ohren.

Wer noch mitmachen will beim zehnten Begegnungsfest der Kulturen, kann sich bei Ulrich Dörner in der Bad Mergentheimer Ratsapotheke unter Telefon 07931/8298 oder bei der Kulturvereins-Geschäftsführerin Anna Hansen-Peter unter Telefon 07931/561736 melden.