Bad Mergentheim

City-Gemeinschaft Bad Mergentheim Rück- und Ausblicke standen neben Vorstandswahlen auf der Tagesordnung

Hans Joachim Kuhn als Vorsitzender bestätigt

Archivartikel

Vorstandswahlen, Rückblicke und Ausblicke auf geplante Aktionen waren Themen bei der Jahreshauptversammlung der City-Gemeinschaft Bad Mergentheim.

Bad Mergentheim. In seinem Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr konnte der City-Gemeinschaft-Vorsitzende Hans Joachim Kuhn zu Beginn der sehr gut frequentierten Versammlung am Donnerstagabend im Hotel-Restaurant Bundschu eine aufgrund der Coronakrise kontrasthaltige Bilanz ziehen. Positiv sei zum Beispiel der bei bestem Spätsommerwetter äußerst gut frequentierte Nachtbummel im September 2019 verlaufen. Auch der verkaufsoffene Sonntag im März 2020 – also kurz vor dem Herunterfahren aufgrund der Coronapandemie – habe man sehr gute Besucherzahlen verzeichnen können. „Die enorm hohe Rücklaufquote von rund zwei Drittel der Karten hat nicht nur die hohe Beteiligung am vorweihnachtlichen Gewinnspiel der City-Gemeinschafts-Mitglieder gezeigt, sondern gleichzeitig auch die hohe Attraktivität des Spiels und der Preise“, konstatierte Kuhn.

Außerordentlich bedauerlich sei hingegen, dass die „Topveranstaltungen“ wegen der Pandemie abgesagt werden mussten, nämlich zum einen die langen Bummelnächte im Mai und im September sowie zum zweiten der für Oktober vorgesehene verkaufsoffene Sonntag. Allerdings werde in der Adventszeit wieder das Weihnachtsgewinnspiel – heuer in gesonderter Form – durchgeführt. „Wir hoffen, im kommenden Jahr wieder mit Verkaufssonntagen und langen Einkaufsnächten aufwarten zu können – nicht nur für die Bad Mergentheimer Bürger, sondern auch für die vielen auswärtigen Besucher und Gäste“, hob der Vorsitzende hervor.

Diskussionsbedarf

Zu regem Diskussionsbedarf habe eine 2019 erlassene neue Gestaltungssatzung für die Sondernutzung von öffentlichem Straßenraum in der Bad Mergentheimer Innenstadt geführt. Die darin enthaltenen Anforderungen betreffen zum Beispiel die Gestaltung von Schirmen und anderen Materialien. „Wir stehen in regem Austausch, denn da muss noch einiges nachgebessert werden. Außerdem gibt es viele Punkte, die es im Einzelfall individuell zu besprechen und zu klären gilt“, berichtete Kuhn.

„Wir stehen alles in allem sehr gut und solida da“, vermeldete Kassenwart Aleksander Trslic trotz der enormen Einschränkungen und Belastungen über den finanziellen Stand der City-Gemeinschaft zufrieden. Zugleich dankte der aus dem Vorstand ausscheidende Trslic den Mitgliedern für ihre Beiträge, Ideen, Anregungen und sonstigen Unterstützungen der Bad Mergentheimer City-Gemeinschaft in all den Jahren. Nachdem durch die beiden Revisoren Hartmut Imhof und Sven Döding eine einwandfreie Finanz- und Kassenführung bestätigt wurde, erfolgte einstimmig die Entastung des Vorstands.

Verabschiedungen

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurden jeweils einstimmig für die kommenden zwei Jahre Hans Joachim Kuhn als Vorsitzender und Manuela Stolz als dessen Stellvertreterin in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Kassenwart und damit Nachfolger von Aleksander Trslic ist Alexander Hornig als Vertreter der Sparkasse Tauberfranken. Schriftführerin bleibt Desiree Thamm-Weidner, Kassenprüfer sind erneut Sven Döding und Hartmut Imhof. Als Beisitzer wurden Klaus Arnold, Wolfgang Hackober, Michael Dapper, Michael Herrmann, Sebastian Lutz, Irmgard Wunderle und Wolfgang Wunderle gewählt.

Davor verabschiedete der Vorsitzende neben Trslic, der acht Jahre lang dem Vorstand angehörte und aufgrund beruflicher Veränderungen ausscheidet, zudem Jürgen Wagner, seit 1997 Vorstandsmitglied und langjähriger Schriftführer, sowie Ulrich Hammel, der seit 2016 Vorstandsmitglied war.

Mehrstimmig bei vier Enthaltungen votierte die Versammlung für ein neues Konzept, das den beliebten City-Gutschein zukünftig auf ein digitales System umstellen und ihn damit noch attraktiver zu gestalten. Zuvor hatte Patrick Koch von der Düsseldorfer Stadtguthaben GmbH ein neues digitales Gutscheinsystem vorgestellt. Einfache, zuverlässige und automatisierte Abrechnung und Verwaltung, auf QR-Code basierendes Aufladen oder Einlösen des Stadtguthabens beispielsweise per Smartphone, Tablet, Laptop oder PC-Kasse sowie automatische Aufladung des „steuerfreien Sachbezugs“ in Höhe von 44 Euro pro Monat nannte Koch unter anderem als Vorteile eines digitalen Gutscheins wie etwa eine „m-card“ („Mein Bad Mergentheim“) im Scheckkartenformat.

Neue Partner gewinnen

„Unser Ziel ist es, ein Gutscheinsystem zu schaffen, an dem sich noch mehr Partnerunternehmen und Gewerbetreibende als auch Dienstleister beteiligen werden. Ich bin der Meinung, dass dies das einzige System ist, das in Zukunft noch weiter ausgebaut werden kann und für das neue Partner gewonnen werden können“, unterstrich Hans Joachim Kuhn. Einhellig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, dass City-Gutscheine nach wie vor nur von Vollmitgliedern der City-Gemeinschaft ausgegeben und eingelöst werden können.

Als neues Markenzeichen, Erkennungssymbol und Sympathieträger für kommende Weihnachtsaktionen und -werbung präsentierte Klaus Arnold den „City-Biber“ namens Klaus.

„Sie sind eine sehr starke Vereinigung, in der viel Leben steckt, um als starker Partner die Wertschöpfung in der Stadt Bad Mergentheim zu halten und zur Attraktivität der Stadt erheblich beizutragen“, würdigte Oberbürgermeister Udo Glatthaar die City-Gemeinschaft. pdw

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