Bad Mergentheim

Projekttage Initiative Junge Forscher bringt Wirtschaftsgymnasiasten MINT-Themen nahe

Handprothesen für zwei Euro gefertigt

Bad Mergentheim.Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) führte Schüler des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schule an angewandte Medizintechnik heran. Ob Fitnesstracker, Herzschrittmacher oder Prothesen – technische Anwendungen sind heutzutage aus dem Gesundheitsbereich nicht mehr wegzudenken.

Die Projekttage sind ein neues Programm, das die IJF zunächst exklusiv für Schulen im Raum Baden-Württemberg Nord anbietet. An zwei Tagen kamen junge MINT-Akademiker (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) der Initiative mit einem interaktiven Vortrag, Experimenten zum Mitmachen und Technik zum Anfassen an die Schule. Mit den Schülern erforschten sie die Medizintechnik.

Kreativität war gefragt

In insgesamt acht Unterrichtsstunden setzten sich die Jugendlichen intensiv mit modernen Technologien im Gesundheitssektor auseinander. Dabei erfuhren sie mittels Simulationsmodellen von Einschränkungen des menschlichen Körpers durch Krankheit und Alter. „Danach sind sie gefordert, in Teams ihre eigenen Prototypen einer aktiven Handprothese zu designen und zu bauen“, erklärt Dr. Mirjam Falge, wissenschaftliche Referentin der IJF. „Zusätzlich lernen sie kreative Methoden kennen. Wir fördern damit Kreativität, Empathie und Teamgeist.“

Die Initiative engagiert sich seit 2010 für die Förderung der MINT-Bildung in Bayern und Baden-Württemberg. Mit dem Projekt „Kompetent für die Arbeitswelt 4.0 – an MINT-Themen Arbeitsmethoden der Zukunft erproben“ will die IJF jungen Menschen Bildungschancen eröffnen, das Interesse an Naturwissenschaft und Technik stärken.

Das Projekt soll mittel- bis langfristig dem Fachkräftemangel in den Technologie-Berufen entgegenwirken. ksm

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