Bad Mergentheim

Münster St. Johannes Die „Missa Concertata“ von Francesco Cavalli erklingt am 23. November

Großes festliches Werk mit zwei Chören

Bad Mergentheim.Die „Missa Concertata“ für zwei Chöre und Instrumente wird am Samstag, 23. November, um 19 Uhr im Münster St. Johannes aufgeführt. Davor kann man sie bereits in Öhringen und Assamstadt erleben.

Venedig ist eine der bekanntesten Städte der Welt und war im 17. Jahrhundert eine der Musikmetropolen der Welt. Claudio Monteverdi wirkte hier lange am Markusdom, aber auch andere heute nicht mehr so bekannte Komponisten. Einer von ihnen ist Francesco Cavalli. Seine „Missa concertata“ für zwei Chöre und Instrumente erklingt zunächst am Samstag 16. November, um 20 Uhr in Öhringen, St. Joseph. Ergänzt wird das Programm durch die Motette „In convertendo“ für fünfstimmigen Chor und der Vertonung des Marienhymnus „Ave maris stella“ von Claudio Monetverdi für achtstimmigen Chor und Instrumente.

Mehrere Chöre

Zu diesem Konzert haben sich mehrere Chöre zusammengeschlossen: Chorisma, der Chor der Dekanate Hohenlohe und Mergentheim, das Vocalensemble Ludwigsburg unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Michael Müller und die Tauberfränkische Kantorei aus Tauberbischofsheim unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Michael Meuser.

Den Instrumentalpart übernimmt das Ensemble „mixtura“ auf historischen Instrumenten. Die Gesamtleitung hat Bezirkskantor Michael Meuser, Tauberbischofsheim. Francesco Cavalli, geboren 1602 in Crema, gestorben 1676 in Venedig, war in seiner Zeit einer der bekanntesten Opernkomponisten. Monteverdi holte ihn 1616 als Sänger an den Markusdom in Venedig, er wurde Organist und bald darauf schrieb er seine ersten Opern.

Es sollten insgesamt über 40 werden, welche auch in Paris und anderen Städten aufgeführt wurden. Seine geistliche Musik ist vor allem in der Sammlung „Musiche sacre“ (1656) zu finden. Sie enthält Messen, Hymnen, ein Magnificat und sechs mehrstimmige Sonaten.

Die „Missa concertata“ ist ein großes festliches Werk für zwei vierstimmige Chöre und verschiedene Instrumente. Cavalli versteht es sehr gekonnt, die verschiedenen Affekte des „Ordinarium missae“ in Musik zu fassen. Gleichwohl wirkt das Stück nicht als „geistliche Oper“, sondern geht in die Tiefe der inhaltlichen Aussagen.

Verbindet Monteverdi in seiner „Marienvesper“ noch die damaligen Stile der „prima prattica“ und „seconda prattica“, so ist die „Missa Concertata“ ca. 40 Jahre später ganz eindeutig im damals modernen Stil der affektbetonten, eher monodisch strukturierten Musik der „Seconda prattica“ komponiert.

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