Bad Mergentheim

Kleintierzüchter Markelsheim Z 540 Kleintierausstellung am 23. und 24. November im Vereinsheim Scheuerntorstraße

Größe und Eleganz vereint

Archivartikel

Markelsheim.Kingtauben vereinen Größe mit Eleganz. Diese außergewöhnlichen Tiere kann man am Wochenende bei den Markelsheimer Kleintierzüchtern bestaunen.

Sie sind nämlich das besondere Highlight der jährlichen Kleintierausstellung am 23. und 24. November. Als besonderes Highlight wird den Besuchern die Möglichkeit gegeben, das Schlüpfen von Wachteln live zu erleben.

Das Hobby Kleintierzucht ist zeitaufwendig: eine Modelleisenbahn kann man gut mal wegpacken, aber Rassegeflügel will rund um die Uhr betreut sein – sieben Tage in der Woche inklusive des Wochenendes. Das fordert den Züchtern, die sich ihren Tieren in der Freizeit widmen, großes Engagement ab. Die Schau führt vor, welch bemerkenswerte Ergebnisse sich dabei erzielen lassen.

Der Markelsheimer Verein Z 540 zeigt seine Tiere übrigens gemeinsam mit den Bad Mergentheimer Kleintierzüchtern Z 436 im Vereinsheim in der Markelsheimer Scheuerntorstraße. So bekommen die Besucher rund 250 Tiere 35 verschiedener Rassen gezeigt.

Schlüpfen live verfolgen

Bei der Kleintierausstellung kann man sehen, wie unterschiedlich Kaninchen, Hühner und Tauben sein können. Selbst Laien können das erkennen. Außerdem bieten die Kleintierzüchter die Möglichkeit, live beim Schlupf von Wachteln dabei zu sein. Wenn alles so klappt, wie die Züchter sich das vorstellen, sollten an beiden Tagen im künstlichen Brutautomat kleine Wachteln schlüpfen. Gerne geben die Züchter hierzu alle Informationen rund um die Brut und Kleintierzucht.

Besondere Rasse im Blickpunkt

Die Gäste werden in der vereinseigenen Gaststätte durch die Mitglieder des Kleintierzuchtvereins bewirtet, als Spezialität gibt es am Sonntag gefüllte Täubchen, auch die weitere Speisekarte ist wie gewohnt reichhaltig und hausgemacht.

Geöffnet ist die Ausstellung am Samstag , 23. November, von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag, 24. November, von 10 bis 17 Uhr.

Seit einigen Jahren wählen die Kleintierzüchter unter ihren Züchtungen eine besondere Rasse aus, die sie zur „Rasse des Jahres“ ernennen. In diesem Jahr ist es die Kingtauben. Ihre Geschichte beginnt in den USA im Staat New Jersey, wo im Jahre 1890 Harry Baker eine fruchtbare große, kräftige und doch optisch schöne Taube züchtete. Als dazu geeignete Ausgangsrassen für die Zucht nahm er die „Runt“ aufgrund ihrer Körperform und Größe, die „Duchess“ wegen ihrer eleganten Haltung, die Maltesertaube wegen ihrer huhnähnlichen Form und die Homertaube wegen ihrer Lebhaftigkeit und Fruchtbarkeit. Er gab ihr den Namen „King“, um damit die Größe und Eleganz zum Ausdruck zu bringen. Kingtauben werden in 39 Farbschlägen gezüchtet, dies zeigt, welchen Bekanntheitsgrad diese Tauben inzwischen haben. Die Rasse hat einen sehr hohen Zuchtstand und verlangt ihrem Halter viel ab. Im Markelsheimer Verein widmet Florian Eckard sein züchterisches Können schon immer den Kingtauben, anfangs zusammen mit seinem Vater im weißen Farbschlag und aktuell den Blauen in bindig und gehämmert. Florian Eckard ist trotz seinen jungen alters den Kingtauben schon lange treu und versucht, sich mit Unterstützung von „alten Hasen“ immer weiterzuentwickeln. Inzwischen hat er einen sehr beachtlichen Zuchtwert in seinem Schlag. Auf diversen Schauen hat er schon viele gute Ergebnisse erzielt. Sein nächstes Ziel ist es, sich auf einer Großschau mit den besten Züchtern zu messen. ft

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