Bad Mergentheim

Ökumenischer Gottesdienst Die Pandemie war Thema

„Gott hat eigene Prioritäten“

Archivartikel

Edelfingen.Ein Fest in Corona-Zeiten – die Edelfinger Kirchengemeinden wussten es zu feiern. Allerdings beschränkte sich das traditionelle „Theobaldsfest“ in diesem Jahr auf einen ökumenischen Festgottesdienst.

Unter dem Thema „Jesus: Ich bin das Leben“ versammelte sich die Gemeinde auf dem Platz vor der evangelischen Kirche.

Ein Team hatte zusammen mit Pfarrerin Barbara Wirth und Pastoralreferent Jens Jörgensmann den Gottesdienst vorbereitet, für gute Musik sorgten Klaus Dorf (E-Piano) und Karl Müller (Trompete).

„Glück ist erstrangig“

Gott recht zu loben trotz Corona – darum ging es von Anfang an, in den Gebeten und in der Festpredigt. „Gott hat eigene Prioritäten“ stellte da die Pfarrerin fest und entwickelte diesen Gedanken anhand von Leidtragenden aus der Corona-Zeit weiter. „Ihm geht es um unsere Seele. Der Körper ist für Gott zweitrangig“. Das bedeute, dass „erstrangig ist, dass wir glücklich sind. Dass wir lieben. Vergeben“. Wer so lebe, der wisse: „Gesund oder krank, das ist nicht so relevant“. Dabei solle einem auch bewusst sein, dass jeder sterben werde – „heute, in einem Jahr, in zehn Jahren“.

Mehr tun, als Mundschutz tragen

Etwas mehr tun, als einen Mundschutz zu tragen, könne man aber schon: „Gute Gedanken machen gute Laune und die macht ein gutes Immunsystem und das eine gute Gesundheit“. Auch Zeichenhandlungen, die dem Charakter des Theobalds-Gottesdienstes als Familiengottesdienst gerecht wurden, fanden ihren Platz. Die Besucher waren zu Beginn eingeladen, an einen Stein in ihrer Hand die Lasten des Lebens zu binden und sie so Gott anzuvertrauen. Der Stein sollte dann in die Tauber geworfen werden – das Wasser stehe „symbolisch für das Leben – in der Taufe für das neue, ewige Leben von Gott“. Am Ende der Predigt gab es eine Übung, in der gelernt werden konnte, Jesus zuzulächeln. Schließlich wurde das Vaterunser mit gemeinsamen Gebetsgesten gesprochen. Das übliche gemeinsame Feiern am Gemeindehaus musste aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen entfallen. peka

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