Bad Mergentheim

Modellprojekt Johann-Benedikt-Bembé-Stift wird zwei Jahre von AOK-Expertenteam unterstützt

Gesundheitsförderung für Pflegekräfte in den Strukturen verankern

Bad Mergentheim.Pflegekräfte haben in ihrem Job erhebliche körperliche und psychische Belastungen zu meistern.

Deshalb verlangt der Gesetzgeber von den Krankenkassen für diese Berufssparte zusätzliche Maßnahmen in der Gesundheitsförderung. Die AOK Baden-Württemberg geht mit ihrem Projekt „Prävention in der Pflege“ – kurz PiP – darüber hinaus. Sie unterstützt mit dem Modellvorhaben in sieben ausgewählten Einrichtungen der Region, darunter im Johann-Benedikt-Bembé-Stift, sowohl das Wohlbefinden von Mitarbeitern als auch das der Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Bei der Umsetzung von PiP wird das Heim durch ein unternehmensweites Expertenteam der AOK zwei Jahre lang unterstützt. Am Anfang steht die Einrichtung eines Arbeitskreises Gesundheit mit dem eine individuelle Bedarfsanalyse erstellt und abgestimmte Präventionsziele und entsprechende Maßnahmen festgelegt werden.

Bewegung und Ernährung

Diese Angebote erstrecken sich auf die Bereiche Bewegung, Ernährung und Entspannung. Sie werden auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Bewohner des Heims entsprechend abgestimmt. Ziel ist, nachhaltige gesundheitsförderliche Strukturen aufzubauen und das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden der Bewohner und Mitarbeiter zu steigern. Voraussetzung für die Teilnahme an PiP ist, dass die Pflegeheime einen Mitarbeiter mit einem Stellenanteil von 20 Prozent für die Aufgabe eines Gesundheitsmanagers freistellen.

Dabei werden die Einrichtungen durch ein AOK-Expertenteam zwei Jahre lang unterstützt. Dazu Jürgen Heckmann: „Gesundheitsförderung, die langfristig und erfolgreich sein will, muss in den Strukturen der Heime fest verankert sein.“ Der Johann-Benedikt-Bembé-Stift hat diese Bedingungen gerne erfüllt: „Wir sind davon überzeugt“, so Roswitha Brenner. aok

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