Bad Mergentheim

Kreisbau Main-Tauber Vorstand präsentierte positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 / Vorstand Kornberger: „Wir stehen sehr gut da“

Genossenschaft schreibt schwarze Zahlen

Bad Mergentheim.Die Kreisbau Main-Tauber hat bei ihrer Mitgliederversammlung erfreuliche Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt.

„Wir stehen sehr gut da“, fasste Vorstand Klaus Kornberger das Geschäftsjahr 2018 der Kreisbau Main-Tauber bei der 95. Mitgliederversammlung der Genossenschaft im Hotel Bundschu zusammen. Man habe dabei davon profitiert, dass die Immobilienwirtschaft weiterhin sehr gut laufe und auch im ländlichen Raum eine große Nachfrage herrsche. So seien im Main-Tauber-Kreis im Jahr 2018 insgesamt 950 Baugenehmigungen erteilt worden. Dieser Boom werde auch 2019 anhalten, eventuell werde es sogar noch einen weiteren, moderaten Anstieg geben. „Wir schauen weiterhin optimistisch nach vorne“, sagte Kornberger angesichts der positiven Rahmenbedingungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 hat die Kreisbau Main-Tauber 38 Gebäude mit 287 Wohnungen im Bestand gehabt. Hinzu kommen 60 Garagen und 19 Tiefgaragenstellplätze. Die Miete betrug in den Kreisbau-Wohnungen im Durchschnitt 5,47 Euro pro Quadratmeter.

Zu den wichtigsten Projekten der Genossenschaft im Jahr 2018 gehörten unter anderem der Abschluss des Neubauvorhabens Wohnpark Herrenwiesen. Dort wurden die letzten drei Wohnungen verkauft. Außerdem hat die Genossenschaft ein Drei-Familienhaus in Wertheim erworben. Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2018 auch auf der Gebäudesanierung. „Uns ist es wichtig, dass wir uns um das Wohnumfeld kümmern“, betonte Kornberger. Deswegen habe die Kreisbau viel Geld für Sanierungen ausgegeben. Wie etwa für die Gebäude in der Herrenwiesenstraße 42 und 44. Dort wurden jeweils die Aufzüge ausgetauscht.

Bei dem Gebäude in der Spessartstraße in Wertheim wurden die Balkone samt Geländer erneuert und die Fassade bekam einen neuen Anstrich. Überdies wurden die Arbeiten an den Mehrfamilienhäusern im Meisenweg in Niederstetten fortgesetzt. „Unserem Ziel, den Wohnungsbestand auf den aktuellen Stand zu bringen und damit die Vermietbarkeit zu erhalten, sind wir wieder ein Stück nähergekommen“, kommentierte der geschäftsführende Vorstand Peter Deißler die Sanierungsmaßnahmen. Lediglich 2,1 Prozent der Genossenschaftswohnungen standen 2018 leer. „Das zeigt, dass wir keine strukturellen Leerstände haben“, sagte Kornberger. Eine erfreuliche finanzielle Bilanz konnte Peter Deißler bei der Mitgliederversammlung vorstellen. Erwartungsgemäß fielen die Zahlen allerdings nicht mehr ganz so hoch aus wie noch im Vorjahr, als der Verkauf von 24 Wohnungen im Wohnpark Herrenwiesen für ein Rekordergebnis gesorgt hatte. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf bebauter Grundstücke lagen im Jahr 2018 bei rund 1,12 Millionen Euro, im Jahr 2017 waren es noch 7,43 Millionen Euro gewesen.

Stabil waren hingegen die Erlöse aus der Hausbewirtschaftung. Diese lagen mit 1,58 Millionen Euro sogar knapp über dem Vorjahreswert (2017: 1,55 Millionen Euro). Unterm Strich konnte die Kreisbau einen Bilanzgewinn von rund 342 500 Euro verbuchen (2017: 584 000). Die Bilanzsumme ist mit 12,2 Millionen Euro, verglichen mit dem Ergebnis von 2017, um rund eine halbe Million Euro zurückgegangen. Ein Plus stand beim Eigenkapital, welches von 4,9 auf 5,3 Millionen Euro gewachsen ist. Mit Blick auf das Zahlenwerk hatte Deißler eine erfreuliche Ankündigung für die rund 600 Mitglieder der Genossenschaft.

Die Kreisbau wird auch für das Geschäftsjahr 2018 wieder die höchstmögliche Dividende von fünf Prozent ausschütten. Insgesamt rund 36 800 Euro fließen so an die Mitglieder. Daneben werden rund 305 700 Euro den Ergebnisrücklagen zugeführt. Die Mitglieder erteilten dem Jahresabschluss 2018 und der Verwendung des Bilanzgewinns einstimmig ihre Zustimmung. Einen kleinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2019 konnte Deißler ebenfalls bereits geben: „Wir rechnen mit einem positiven Ergebnis, auch wenn dieses eventuell kleiner ausfällt als noch 2018“, lautete seine Prognose. Auf der Tagesordnung standen neben der Vorstellung der Jahresrechnung auch die Wahlen zum Aufsichtsrat. Aufsichtsratsvorsitzender Rüdiger Zibold wurde einstimmig wiedergewählt, genau wie Gremiumsmitglied Bernd Straub.

Neu aufgenommen wurde Edgar Beuchert. Der Geschäftsführer der Wertheimer Stadtentwicklungsgesellschaft und Wohnbau Wertheim folgt auf den Wertheimer Bürgermeister Wolfgang Stein. Apropos Aufsichtsrat: Diesem wurde von den Mitgliedern der Genossenschaft einstimmig die Entlastung erteilt, ebenso wie dem Vorstand.

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