Bad Mergentheim

Gemeinderat Resolution zur Tauberbahn einstimmig verabschiedet / Antrag der Grünen erfolgreich

Gemeinsame Anstrengungen für besseren Schienenverkehr

Bad Mergentheim.Eine Resolution zur Tauberbahn stellte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Abstimmung und erhielt einhellige Rückendeckung.

Die Stadt Bad Mergentheim fordert die Westfrankenbahn (WFB) nun dazu auf, „bei der Umstellung der Tauberbahn auf die elektronische Stellwerktechnik ESTW die Durchrutschwege an den Kreuzungsbahnhöfen so auszuführen, dass die Züge aus beiden Richtungen gleichzeitig in die Bahnhöfe einfahren können und hierdurch Zeit eingespart wird. Die gewonnene Zeit ist zur Herstellung der fehlenden Zughalte in Edelfingen zu nutzen, um dort den Stundentakt zu schaffen.“

Zur Begründung führte Thomas Tuschhoff an: „Um die Anschlüsse in Wertheim, Lauda und Crailsheim zu gewährleisten hält jeder zweite Regionalexpresszug der Tauberbahn nicht an allen Haltepunkten, zum Beispiel nicht in Edelfingen, Distelhausen und Dittigheim. Der im Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonenverkehr in Baden-Württemberg vorgesehene Stundentakt ist an diesen Haltepunkten nicht gegeben, es besteht lediglich ein Zweistundentakt. Auch ein zusätzlicher Halt in Vorbachzimmern sei deswegen nicht möglich.

„Zeit geht verloren“

Gegenwärtig geht leider Zeit dadurch verloren, dass Züge aus Sicherheitsgründen in Kreuzungsbahnhöfe wie Markelsheim oder Schrozberg erst dann einfahren dürfen, wenn der Gegenzug bereits eingefahren ist und steht, weil der Durchrutschweg zu kurz ist.

Im Zuge der Streckenmodernisierung und Umstellung auf ESTW ist durch Verlängerung der Durchrutschwege oder Einbau von Schutzweichen die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Züge aus beiden Richtungen gleichzeitig in die Kreuzungsbahnhöfe einfahren können und hierdurch Wartezeiten entfallen.

Die gewonnene Zeit ist dafür zu verwenden, die fehlenden Zughalte in Edelfingen zu schaffen und den Stundentakt herzustellen.“

Andreas Lehr (CDU) brachte noch zusätzlich den Vorschlag ein, einen Vertreter der Westfrankenbahn im Herbst im Gemeinderat zu allen wichtigen Themen anzuhören und zu befragen.

Jochen Flasbeck (Freie Wähler) sprach von einer guten Anregung und so wurde alles gemeinsam einstimmig beschlossen.

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