Bad Mergentheim

FDP-Stadtverband Bad Mergentheim Im Rahmen des „Liberalen Forums“ stand Oberbürgermeister Udo Glatthaar Rede und Antwort

Für „Kaufland-Areal“ zeichnet sich eine Lösung ab

Archivartikel

Neunkirchen.Oberbürgermeister haben einen vollgefüllten Terminkalender – und so war es nicht zu vermeiden, dass der Gast des „Liberalen Forums“ erst mit Verspätung kam. Die zahlreichen Zuhörer nutzten daher die Zeit zu einer umfangreichen „Tour d’Horizon“ in alle Bereiche der Politik.

Über die Arbeit der Tafel

Zunächst berichtete Hans Bauer über die Arbeit der Tafel. Deutschlands Tafeln versorgen 1,5 Millionen Menschen mit Essen. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der „ergrauten Kunden“ sprunghaft zu. Dies decke sich mit einer Studie, die im Auftrag der Bundesregierung erstellt wurde, die feststelle, dass die Zahl der armutsgefährdeten über 65-Jährigen auf über 21 Prozent anwachsen werde. Jeder fünfte „Neurentner“ werde also ein potenzieller Tafelkunde.

In Bad Mergentheim seien knapp drei Prozent der Bevölkerung auf die Hilfe angewiesen. Ohne die Spenden des Lebensmittelhandels und der ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins wäre dies nicht möglich. Wenn in Bad Mergentheim ein Prozent der Bürger Mitglieder im Förderverein Bad Mergentheimer Tafel wären, so Bauer, wäre dies ein deutliches Zeichen von gelebter Solidarität. Spontan beschlossen daher die Mitglieder einstimmig die Mitgliedschaft des Ortsverbandes in der Bad Mergentheimer Tafel.

Die neue Homepage des FDP- Ortsverbandes wurde vorgestellt. Unter www.FDP-Bad-Mergentheim.de können nun Informationen über die FDP, die Arbeit des Ortsverbandes, Aufnahmeanträge sowie die Inhalte der Vorträge des „Liberalen Forums“ abgerufen werden. Auch verfügt der Ortsverband nun über eine E-Mail-Adresse (info@fdp-bad-mergentheim.de), so dass dadurch auch eine größere Bürgernähe besteht.

Allgemeine Aussprache

In der allgemeinen Aussprache zu bundespolitischen Themen kam bedauernd zur Sprache, dass die FDP nach dem umstrittenen Austritt aus den Jamaika-Verhandlungen mit der Begründung „es ist besser, nicht zu regieren als schlecht zu regieren“ die FDP nicht ausreichend deutlich gemacht hat, welche Positionen sie denn vertritt bzw. was sie anders machen würde. Genannt wurden Politikfelder wie Verkehrspolitik, Steuerpolitik, Energiewende, Klimaschutz, Migrationspolitik, Mittelstandspolitik, Strukturpolitik und anderes. Lediglich in der Frage des Solidarbeitrages zeigt die FDP eine klare und richtige Haltung.

Im anschließenden Gespräch mit dem Oberbürgermeister kamen aus Zeitgründen die vorbereiteten Fragen nicht auf die Tagesordnung. Stattdessen sprach man zahlreiche kommunale Themen an und öffnete sogar das eine oder andere „Nähkästchen“.

Erfreut zeigte sich der OB über das Wachstum der Stadt, vor allem durch den Zuzug von Bürgern aus anderen Teilen Deutschlands und aus Staaten der EU.

Erfreulich sei vor allem, dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Sinken sei. Im Main-Tauber-Kreis sei Bad Mergentheim die Stadt mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt – also alles andere als eine Rentner-Stadt.

Große Herausforderungen

Das führe allerdings zu erheblichen finanziellen Herausforderungen: Die Zahl der Kindergartenplätze müsse stark erhöht werden, es müssten Bauplätze bereitgestellt werden. Der OB beobachtet den Wohnungsmarkt sehr genau, er sehe ihn „noch nicht kritisch“.

Angesprochen wurden die Themen „Kaufland-Areal“ und Campingplatz.

Für beide Projekte zeichneten sich Lösungen ab. Auch für die Landesgartenschau wolle man sich wieder bewerben. fdp

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