Bad Mergentheim

Modehaus Kuhn Vorbereitungen für ausverkaufte, große Veranstaltung in der Wandelhalle laufen auf Hochtouren / Zwölf Models zeigen knapp 200 Outfits / Viel Vorarbeit hinter den Kulissen

„Fashion Show“ setzt auf viele knallige Neonakzente

Archivartikel

Bad Mergentheim.Zum dritten Mal findet dieses Jahr Anfang Oktober die „Fashion Show“ des Modehaus Kuhn statt. In „naturnahem“ Ambiente dürfen sich über 600 Gäste auf knapp 200 Outfits und überraschende Neoneffekte freuen.

Aus Sprühdosen spritzt greller Farbnebel, auf dem Tisch liegt die orangefarbene Silhouette eines Hirsches und an den Wänden werden gerade zahllose Äste bemalt. Seit Mitte August laufen die Vorbereitungen für die große „Fashion Show“ hinter den Kulissen des Modehauses Kuhn auf Hochtouren. Denn am 2. Oktober soll sich auf dem Laufsteg alles um das Thema „Wald“ drehen. „Das diesjährige Motto gliedert sich in ein Gesamtkonzept ein, das wir seit etwa einem halben Jahr verfolgen“, sagt Johannes Kuhn von der Geschäftsleitung des Modehauses, „es geht zurück in Richtung Natur, also Funktionskleidung, Jacken und gerade Wanderboots kommen jetzt als Modeartikel. Wir werden bei der Show viel mit Schwarz, Weiß und Neon arbeiten“.

„Die Idee ist, dass die Naturverbundenheit immer mehr zurückkommt“, meint Larissa Fruh vom Dekorations-Team. Sie und drei weitere Kolleginnen kümmern sich um das aufwendige Bühnenbild. „Als es Mitte August losging, haben wir zuerst einmal im Wald Äste gesammelt, die jetzt gerade bemalt werden“. Die unscheinbare Spezialfarbe wird später dafür sorgen, dass das Holz unter Schwarzlicht in verschiedenen Neonfarben leuchtet. „Die Bühne ist zehn Meter lang und durch solche versteckten Überraschungseffekte gestalten wir eine interessante Veränderung und kreieren Stimmungsbilder“, erklärt Larissa Fruh. „Generell ist dieses Jahr unheimlich viel Leben auf der Bühne“, bestätigt Johannes Kuhn, „die Show lebt von Lichteinstellungen und der besonderen Atmosphäre“.

Zwölf Models werden am 2. Oktober in der Wandelhalle in insgesamt 26 Läufen knapp 200 Outfits, bestehend aus fast 1000 Einzelteilen vorführen. Doch bis dahin bleibt noch einiges zu tun. „Wir befinden uns gerade in der Hochphase“, sagt Larissa Fruh, „die Verpflegung muss noch organisiert, die Bühne aufgebaut und der Teppich verlegt werden. Außerdem müssen die restlichen Outfits ausgewählt, die Figuren überarbeitet und die Bäume fertig gestrichen werden. Und dann kommen auch immer noch irgendwelche Kleinigkeiten dazu“.

„Beim dritten Mal haben wir ja schon fast ein bisschen Routine“, lacht Maike Kuhn von der Geschäftsleitung, „wir haben einfach die Notizen der letzten beiden Jahre zur Hilfe rausgekramt“. Zusammen mit Larissa Fruh, Michaela Schulz und Irena Follmann ist sie für die Auswahl der Outfits verantwortlich, die die Models auf dem Laufsteg zur Schau stellen werden. Am Abend der „Fashion Show“ ist dann aber jeder Mitarbeiter des Modehauses eingespannt. „Ob als Anziehhilfe für die Models, beim Sektausschank oder dem Transport der Outfits, bei der Show ist jeder unserer 80 Mitarbeiter dabei“, freut sich Johannes Kuhn.

Als besonderer Programmpunkt treten dieses Jahr die Tanzgruppen „Next Level“ und „Zzyzx“ des „Integrations- und Präventionsprojektes Hip-Hop-Breakdance“ aus Buchen auf. Als Weltmeister und mehrfache Deutsche Meister werden die insgesamt 17 Streetdancer den Abend tänzerisch bereichern.

Nach der Show wird wieder zum gemeinschaftlichen „Aftershopping“ im Modehaus geladen, zu dem die Gäste dieses Jahr aufgrund der Sperrung der Tauberbrücke einen Umweg in Kauf nehmen müssen. „Es soll ein gemütliches Zusammensein werden“, meint Johannes Kuhn, „es wird ein Gewinnspiel geben und einen DJ. Außerdem haben die Kunden die Möglichkeit, sich die Outfits noch einmal zeigen zu lassen“.

Was 2017 ursprünglich als einmaliges Event zum 50. Geburtstag des Modehauses gedacht war, ist mittlerweile zu einem festen Termin geworden.

„Die Resonanz war so toll, dass wir dachten, das müssen wir noch einmal machen, und dann noch einmal“, lacht Johannes Kuhn, „das werden wir wohl noch öfter sagen“. Für dieses Jahr sind die Plätze jedenfalls bereits restlos ausverkauft.

„Im ersten Jahr hatten wir Probleme, das Ganze überhaupt auf die Beine zu stellen“, schmunzelt Kuhn, „jetzt haben wir eher das Problem, all die Leute in der Halle unterzubringen“.

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