Bad Mergentheim

Workshop Landeszentrale für politische Bildung zu Gast in Kopernikus-Realschule

Fake News erkennen und entlarven

Archivartikel

Bad Mergentheim.Fake News, laut Duden in „manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen, die besonders häufig in sozialen Netzwerken zu finden sind“, sind Teil unseres Alltags geworden. Gerade deswegen ist es für junge Nutzer solcher Medien wichtig, die Falschnachrichten entlarven zu können. Die Kopernikus-Realschule hat mit einem fünfstündigen Workshop den Jugendlichen der Klasse 10k die Tür zu mehr Medienkompetenz und Medienkritik geöffnet.

Schüler wurden zu Detektiven

Ziel der Bildungsmaßnahme, welche von drei freien Mitarbeitern der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt wurde, ist dabei aber nicht, den Schülern reines Faktenwissen vorzutragen. Ganz im Gegenteil: Es handelt sich um einen praxisorientierten Ansatz, bei dem die Lerner und Internetnutzer selbst in die Rolle von Detektiven schlüpfen.

Zum Beispiel indem er durch eine sogenannte Bilderrückwärtssuche oder Videorückverfolgung Falschmeldungen aufdeckt. Aktuell kursieren Fotos von Waldbränden, die angeblich das gebeutelte Australien zeigen – aber eigentlich schon vor Jahren im Amazonasgebiet aufgenommen wurden. Wie schnell und einfach sich Fake News erstellen lassen, dabei aber unser tägliches Leben ständig beeinflussen, wurde in einer Diskussion aufgegriffen.

Mit hilfreichen Tipps für den Alltag, sowohl im Bereich Quellenrecherche als auch in Sprache und deren Wirkung, wurden den Schülern Wege aufgezeigt, sensibler auf Fakten jeglicher Art zu reagieren. Schließlich wird es in einer Welt der zunehmenden Mediatisierung immer wichtiger, sich mit den Medien auszukennen. Man muss in der Lage sein, guten von schlechtem Journalismus zu unterscheiden, und zwar nicht nur für das Schulleben, sondern auch im Sinne einer funktionierenden Demokratie für den Alltag nach der Schule. kop

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