Bad Mergentheim

VdK-Vortrag Referentin Dr. Kerstin Bögner-Zoller referierte zum Thema Schulmedizin und Homöopathie / Fleisch- und Wurstkonsum drastisch reduzieren

Expertin empfiehlt: Bewussteres Essen und mehr körperliche Bewegung im Alltag

Bad Mergentheim.Die klare Ansage der Referentin Dr. Kerstin Bögner-Zoller, Internistin und Homöopathin, ist „bunt Essen“. Im Rahmen der Vortragsreihe des VdK fand im Hotel „Alte Münze“ ein interessanter medizinischer Vortrag statt.

Vor zahlreichem und interessiertem Publikum referierte Bögner-Zoller mit einem Bild- und Textvortrag zum Thema: „Ist die parallele homöopathische Behandlung mit therapeutischem Ansatz im Anspruch Schulmedizin mit Homöopathie zu verbinden?“ An vielen Beispielen zeigte sich, dass dies sehr wohl möglich ist.

Viel buntes Gemüse

Ernährungstechnisch sollte man viel buntes Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Tomaten, Paprika, Salate, Obst, Fisch und Olivenöl und nur wenig Fleisch – also die sogenannte Mittelmeerdiät – im Speiseplan aufnehmen.

Die gewichtige Forderung an die Zuhörer: Nicht nur bewusster essen. Sondern sich auch mehr körperlich bewegen, je nach persönlichen und gesundheitlichen Möglichkeiten. An vielen Beispielen zeigte die Referentin, dass sich die Schulmedizin mit Homöopathie durchaus verbinden lässt. Zum Beispiel auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren achten, diese sind enthalten in Fisch, Raps- und Walnussöl (Omega 3-Fettsäuren), weiterhin Vitamin C-haltige Lebensmittel (entzündungshemmend),Antioxidantien (zum Beispiel Himbeeren), Vitamin D gegen Osteoporose – vor allem im Winter – sowie Zink zu sich zu nehmen.

Außerdem kann man unterstützend für die Darmflora Flohsamen und/oder Probiotika verwenden. Ganz wichtig ist, über den Tag verteilt viel zu trinken. Es ist wichtig, achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen und nicht gleich mit dem großen Medikamentenhammer, zum Beispiel bei einer leichten Erkältung, zuzuschlagen.

Mit offenen Augen einkaufen

Elementar ist jedoch, den Fleisch- und Wurstkonsum stark zu reduzieren. Natürlich wäre ein eigener Garten mit Obst- und Gemüseanbau ideal, dies ist jedoch für die wenigsten machbar. Was hingegen jeder tun kann, ist mit offenen Augen einkaufen zu gehen und die Deklarierungen der Lebensmittel zu lesen. Mittlerweile werden die meisten Zusatzstoffe auf den Produkten angegeben. Außerdem ist erwähnenswert, sich in der heutigen hektischen Zeit auch mal Ruhepausen zu gönnen. Der Körper, Geist und auch die Seele als Gesamtheit benötigen Erholungsphasen. Der zusammenfassenden Gesamtaussage des Vortrages folgte eine lebhafte Diskussion.

Zum Schluss wurden noch einige homöopathische Präparate erwähnt wie Hamamelis (Zaubernuss) bei Hämorrhoidalleiden, Nuxvomica (Brechnuss) bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Mittel gegen Reisebeschwerden und Blähungen, die aber individuell verordnet werden sollen. Vorsitzender Hans-Dieter Bauer war begeistert von dem sachverständigen Bericht mit den Ratschlägen für gesunde Ernährung und Lebensführung und wies auf weitere Vorträge hin. Der Nächste ist über Barrierefreie Haus- und Wohnberatung beim VdK-Ortsverband Niederstetten am 15. Mai. vdk