Bad Mergentheim

Leserbrief Staub, Dreck und Lärm / Zerkleinerung des Bauschutts erfolgt vor Ort

Ex-Kaufland-Abriss ist eine Zumutung

Seit Monaten müssen umliegende Anwohner, Geschäftsleute, Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten und andere mehr Unmengen von Staub, Dreck und Lärm hinnehmen. Für ein Kur-und Heilbad ist dies eine unerhörte Belastung!

Als Objektleiter im Zentrum einer Stadt musste ich immer besondere Regeln einhalten, vorab mit dem Ordnungsamt, der Stadtverwaltung bis hin zum Bürgermeister sprechen. Dieses alles scheint mir in einem Kur- und Heilbad nicht so wichtig zu sein. Hier zählt nur der Profit des Abrissunternehmers, welcher zu Lasten der Allgemeinheit wirtschaftet.

1. Ständiger Lärm: In Dezibel gemessen liegt er hier in der Innenstadt nahe der Großbaustelle dreimal so hoch wie erlaubt und das monatelang. Häuslebauer hingegen, welche lärmbringende Arbeiten ausführen, müssen Geräte mit einem Schalldämpfer benutzen.

2. Staub und Dreck wird in der gleichen Zeit für die Umwelt nicht beachtet und ist gesundheitsschädigend. Vor Ort wird ab und zu mit einem 1/2-Zoll-Schlauch und Wasser hantiert, als Stillhaltetaktik den Anwohnern gegenüber. Man will den guten Willen zeigen. Das alles ist aber wirkungslos.

3. Das Abrissgestein wird normalerweise in großen Brocken zum Bauschuttplatz transportiert und dort zermahlen. Hier aber wird der Bauschutt in der Innenstadt vor Ort unter großem Lärm und Dreck zermahlen, was für den Abrissunternehmer natürlich noch viel lukrativer ist, aber wieder zu Lasten der Anlieger geht.

Diese Art der Beseitigung ist mir in meiner 40-jährigen Tätigkeit nie widerfahren. Anscheinend ist in einem Kur-und Heilbad vieles erlaubt.

Unser Ordnungsamt ist sehr bedacht, Parksünder ausfindig zu machen, die die Parkzeit minimal überschreiten, dieses wird sofort geahndet, aber die Unzumutbarkeit der hier beschriebenen Situation wird nicht beachtet, obwohl es zum Aufgabenbereich des Amtes gehört.

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