Bad Mergentheim

Notfallübung Feuerwehr, Rotes Kreuz und Notarzt simulieren Einsatz in Pflegeeinrichtung

Evakuierung unter Extrembedingungen

Archivartikel

Bad Mergentheim.Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Notarzt – alle waren sie im Johann-Benedikt-Bembé-Stift und haben den Ernstfall geprobt. „So eine Übung ist extrem wichtig für uns“, meinte dazu Hausdirektorin Roswitha Brenner. Gemeinsam mit Stadtkommandant Andreas Geyer und dem Brandschutzbeauftragten der Evangelischen Heimstiftung, Eberhard Popp, hatte sie die Übung akribisch vorbereitet, um ein möglichst realistisches Szenario für alle Beteiligten zu schaffen.

Ergänzend dazu waren die Mitarbeiter der Heimstiftung zu Gast bei der Feuerwehr, um sich über Tätigkeit, Ausbildung und Ausrüstung zu informieren. Mitarbeiter und Ehrenamtliche stellten sich bei der Übung zur Verfügung, um Bewohner mit unterschiedlichsten Einschränkungen realistisch darzustellen. Sei es ein Demenzerkrankter, der sich gegen Ungewohntes wehrt oder ein Mensch, der alleine das Bett nicht mehr verlassen kann – Feuerwehr und Rettungskräfte wurden mit den verschiedensten denkbaren Problemen beim Evakuieren konfrontiert. „Insgesamt können wir mit der Übung sehr zufrieden sein, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch etwas zu verbessern gibt“, beurteilte Eberhard Popp den Ablauf der Übung. „Schon die Mitarbeiter der Einrichtung haben bei Auslösung des Alarms adäquat reagiert und das in unseren regelmäßigen Schulungen zum Thema Brandschutz Erlernte in die Tat umgesetzt.“

Feuerwehr und Rettungskräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. In ständigem Kontakt mit unseren Brandschutzhelfern war die Situation sofort im Griff. Sie haben hervorragend zusammengearbeitet, um den Brandherd zu finden, bedrohte Menschen zu retten und das Feuer zu löschen. Die Rettungskräfte haben sich unter realitätsnahen Bedingungen sofort um die Geretteten gekümmert und diese versorgt. „Auch mit Demenzkranken umgehen, Rollstühle und Rollatoren bedienen und Menschen aus den Betten retten, war für uns eine gute und hilfreiche Erfahrung“, so Andreas Geyer. „Solche Übungen helfen uns, immer besser vorbereitet zu sein.“ „Ziel einer solchen Übung ist es, das wichtige Zusammenspiel aller Beteiligten zu trainieren. Dieses Ziel haben wir in jedem Fall erreicht. Für den Ernstfall – der hoffentlich nie eintreten wird – sind wir damit beim Bembé-Stift gut vorbereitet.“ Hausdirektorin Brenner dankte Rettungskräften und Mitarbeitern gleichermaßen für die aktive Unterstützung bei dieser wichtigen Übung. pm

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