Bad Mergentheim

Tag des Sports Ein guter Einblick in das sportliche Angebot in der Kurstadt / Elf Vereine präsentieren sich der Öffentlichkeit

Erst anschauen, dann selber machen

Ein rundum gelungenes Event war der „Tag des Sports“ in der Badestadt. Elf Vereine – der TV und der VfB Bad Mergentheim waren mit zwei, bzw. drei Abteilungen vor Ort – boten umfassende Einblicke.

Bad Mergentheim. Viel zu sehen und zu erleben gab es beim nun schon dritten Tag des Sports am Sonntag. In der Turnhalle und auf dem Außengelände der Kopernikus-Realschule boten sich den interessierten Publikum gleich mehrere Sportarten: Sommer-Biathlon (Deutschmeister-Schützengilde), Jugendfußball (DJK), Handball (SG),Tischtennis (VfB) sowie Rope-Skipping (TV) und Turnen und Tanzen (SV Löffelstelzen). Auf dem Sportgelände in der Arkau, also rund ums Deutschordensstadion, konnten Baseball (Warriors), Football und Cheerleading (Wolfpack), Bogenschießen (Schützenverein Althausen), Pétanque (Freude des Pétanque), Dart (ganz neu beim VfB!) sowie Golf (Golf-Club) kennengelernt werden. Außerdem bestand die Möglichkeit, das Sportabzeichen abzulegen – hier war der TV engagiert.

Der Startschuss fiel pünktlich zur Mittagsstunde, und (mündlich) abgefeuert wurde er von Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Mit dabei waren auch die beiden Stadträte Andreas Lehr und Hubert Rothenfels, zudem waren auch Verkehrsamtsleiter Kersten Hahn und seine Mitarbeiterin Sabine Mangold zur Eröffnung gekommen. Sie alle machten sich dann mit dem OB auf einem Rundgang und statteten den verschiedenen Vereinen einen Besuch ab.

Eine positive Lebenseinstellung

Bei der Eröffnung durch Oberbürgermeister Udo Glatthaar auf dem Außengelände der Kopernikus-Realschule gab es gleich richtig Sport: Die Wolfpack-Cheerleaders boten einen tollen Auftritt, und beim Zuschauen der TV-Rope-Skippers wurde einem schier schwindlig. „Ihr seid fit und seht gut aus, und vor allem strahlt ihr Freude aus“, lobte der OB die Jugendlichen. Wer Sport treibe, habe eine positive Lebenseinstellung, sagte Glatthaar. Eingehend auf den dritten „Tag des Sports“ verwies der Oberbürgermeister auf die zahlreichen Vereine in der Kernstadt und den Stadtteilen, und besonders die Sportvereine mit ihren verschiedenen Abteilungen böten eine große Vielfalt. Er dankte den Vereinsverantwortlichen für ihr Engagement für den „Tag des Sports“, ebenso den zahlreichen Vereinsmitgliedern, die an diesem Tag ihren Sportart und ihren Verein präsentieren. „Nutzen Sie diesen Tag, informieren Sie sich, schauen Sie sich alles an und machen Sie mit“, forderte der OB die interessierten Besucher auf. Den Akteuren wünschte er „viel Spaß und viel Interesse von Seiten der Besucher“.

Wohin wirft man eigentlich die Pfeile beim Dart, wie trainieren die Turner und Tischtennisspieler, wie geht man mit Pfeil und Bogen oder einem Lichtgewehr um – das waren nur einige von noch viel mehr Fragen, die wissensdurstige Kinder und Jugendliche ebenso wie ihre Eltern sich stellten und auf die sie beim „Tag des Sports“ umfassende Antworten bekamen.

Selbst ausprobieren stand ganz oben auf der Agenda, und so konnte sich auch der sportlich-interessierte Nachwuchs einen guten Eindruck verschaffen. Egal ob Leichtathletik, Golf, Hand-, Base-, Foot- oder Fußballball oder auch das doch etwas „ruhigere“ Pétanque, das bei unseren Nachbarn links des Rheins ja überaus beliebt ist, sowie der Klassiker Seilhüpfen, der längst Rope-Skipping heißt und überaus athletisch geworden ist und das durchaus athletische, gleichwohl ebenso schön anzuschauende Cheerleading waren Grund genug, mal selbst auszuprobieren, was da so alles – noch nicht – geht.

Viel Zeit und Kraft investiert

Wer am Sonntag mit dabei und mitten drin war, war zweifellos ein Gewinner. „Super-Sache, die Kleinen können alles ausprobieren!“, sagte dann auch eine Mutter. Und ein Vater war richtig stolz auf seine Tochter, die ebenso sicher mit Pfeil und Bogen umging wie der Sohnemann. Doch leider war das Interesse insgesamt doch eher zurückhaltend, wie der FN-Reporter an den verschiedenen Ständen sehen konnte. Ob es – auch – am heißen Wetter lag?

„Es sind mehr Besucher als in den Vorjahren“, sagte Alexander Mohr. Der VfB-Vizepräsident machte aber deutlich, dass der Tag des Sports „noch Zeit braucht und mit einem Rahmenprogramm ergänzt werden sollte, damit mehr Interesse geschaffen wird“.

Nicht ganz so optimistisch äußerte sich der DJK-Jugendleiter Kurt Haussler: „Es ist schade, dass das Angebot nicht auf mehr Interesse trifft. Die Organisatoren und die Vereinsmitglieder haben viel Zeit und Kraft investiert, um Eltern und Kindern die Chance zu geben, die verschiedenen Sportarten und Vereine kennen zu lernen.“

Gleichwohl, auch bei Haussler schwang Hoffnung mit. „Na klar, wir machen weiter!“