Bad Mergentheim

Leserbrief Zu „Dringend notwendige Kirchenreformen angemahnt“

„Er will die Axt an die Liturgie legen“

Die ironisch-bedauernde Äußerung des früheren Präsidenten der europäischen Kommission, Jacques Delors, dass „die Deutschen an nichts mehr glauben – außer an die Bundesbank“, könnte man weiter philosophierend ergänzen: „Und das bisschen, was an Restglauben vorhanden ist, wird auch noch von einigen – gut, sicher und bestens besoldeten sich fortschrittlich gebenden Priestern, vollends niedergetrampelt.“

Der Herr aus Augsburg, Dr. Hermann Wohlgschaft, der vor kurzem bei einem Vortrag im katholischen Gemeindehaus „Kirchenreformen anmahnte“, die zweifellos geboten sind, war hier ein exemplarisches Beispiel, wie man es allerdings nicht machen sollte. Hier nun ein paar stichwortartige Hinweise, weil Leserbriefe nur ein gewisses Zeilenvolumen vorweisen dürfen.

Dr. Wohlgschaft war in erster Linie auf Werbetour für sein eigenes Büchlein.

Die inhaltliche Seite seines Werks war im Grunde nur eine Zusammenfassung von Thesen, die wir von den links-katholischen Zirkeln, wie „Maria 2.0“ und „Kirche von unten“, schon längst kennen und deren Inhalt eine Vielzahl von Journalisten gebetsmühlenartig immer wieder herunterladen.

Der Herr aus Augsburg ging allerdings noch einen gravierenden Schritt weiter. Er will die Axt jetzt auch noch an die Liturgie legen. Das heißt für Ihn: „Weg mit dem Messbuch und den vorgegebenen Texten und hin zu einem individuell, kreativsprachlichen Individualismus. Die Sprache innerhalb der Eucharistiefeier sollte sich seiner Meinung nach gravierend verändern.

Erkenntnissätze, wie: „Herr ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach – aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“ – stehen auf seiner Änderungs-Agenda.

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