Bad Mergentheim

DOG Schüler setzten sich mit Wiedervereinigung auseinander

Ein Leben ohne den Osten?

Archivartikel

Bad Mergentheim.Anlässlich des 30. Jubiläums der Deutschen Einheit haben sich Schüler der 10. Klassenstufe des Deutschorden-Gymnasiums mit der Frage beschäftigt, wie ihr eigenes Leben aussehen würde, wenn es 1990 nicht zur Wiedervereinigung gekommen wäre. Diese Erkenntnisse haben sie in einer Ausstellung im Eingangsbereich des Gymnasiums ausgestellt.

Gegenwartsbezug schaffen

Vermittelt man heutzutage Jugendlichen die Deutsche Einheit, muss man sich bewusst machen, dass sie erst deutlich danach geboren wurden, dieses Ereignis für sie scheinbar weit weg ist und vermeintlich keinen direkten Einfluss auf sie zu haben scheint. Um dennoch einen Gegenwartsbezug zu schaffen, haben sich die Jugendlichen überlegt und auch daheim ihre Eltern gefragt, was wäre, wenn es die Einheit nicht gegeben hätte.

So manchen Freund vermisst

Die Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus. Während die einen nur mangelnde Reisemöglichkeiten erkannten, Bonn als Hauptstadt entdeckten und manchen Freund vermisst hätten, mussten andere feststellen, dass es sie selbst ohne die Wiedervereinigung gar nicht gegeben hätte.

Persönlicher Zugang

Durch diesen persönlichen Zugang wurde ihnen erst bewusst, dass dieser Moment der deutschen Geschichte sie heute noch nachhaltig beeinflusst. Ihre Erkenntnisse haben sie auf runden Karten veröffentlicht und das ganze durch eine Vitrine ergänzt, die aufzeigt, was vor dreißig Jahren schlagartig auch endete. Neben Exponaten aus der DDR sieht man darin auch ein Diorama, das den Fall der Mauer darstellt. Ein Dankeschön geht daher auch an den Spender für die Leihgabe der Objekte und an das Hausmeisterteam des DOG für den Bau der Vitrine. Abgerundet wird die Ausstellung mit einem Zeitstrahl der Ereignisse. dog

Zum Thema