Bad Mergentheim

Ortsverein Bad Mergentheim hilft Risikogruppen Kontaktaufnahme mit Gerd Drescher unter Telefon 0 171 / 3 54 79 45

DRK bietet Einkaufsservice für Menschen in Not

Das DRK hilft Menschen in Not: Wer älter ist oder zu einer Risikogruppe für Covid-19 gehört, kann den Einkaufsservice des Ortsvereins in Anspruch nehmen.

Bad Mergentheim. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Ortsverein Bad Mergentheim, organisiert auf Initiative des Arbeitskreises „Soziale Betreuung/Unterkunft und Verpflegung“ unter Leitung von Gerd Drescher und dem Leitungsteam des Jugendrotkreuzes Bad Mergentheim (JRK) einen Einkaufsservice für Menschen, die zu den Risikogruppen einer Erkrankung mit dem Coronavirus gehören.

Risiko steigt mit Alter

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) steigt das Risiko einer schweren Coronaerkrankung ab 50 bis 60 Jahren stetig an, dies gilt ebenso für Menschen mit einer Immunschwäche – sei sie durch eine Krankheit bedingt, eine therapeutische Immunsuppression, die Einnahme von Medikamenten wie Cortison oder durch eine Organtransplantation. Bei einem geschwächten Immunsystem verlaufen viele Erkrankungen oftmals schwerer als üblich.

Auch Personen mit Diabetes, Problemen des Herz-Kreislaufsystems (etwa koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck), der Lunge (beispielsweise Asthma, chronische Bronchitis), Personen mit chronischer Lebererkrankung und Krebserkrankte gehören nach Mitteilung des RKI zur Risikogruppe. Für Schwangere besteht dagegen kein erhöhtes Risiko.

Wohnung nicht verlassen

Personen, die zu dieser Risikogruppe gehören, sollten daher auch ihre Wohnung nicht zum Einkaufen verlassen. Menschen, die keine familiäre oder sonstige Unterstützung haben, sind somit angesprochen.

Es geht um die Menschlichkeit, sagen die Organisatoren des Arbeitskreises und des JRKs.

In Summe habe man aktuell 20 freiwillige Helfer des DRK-Ortsvereins Bad Mergentheim, die in Bad Mergentheim, Edelfingen, Löffelstelzen und Neunkirchen helfen wollen. Die Annahme der Bestellungen übernehmen Maggie Ries von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 10 Uhr unter Telefon 07931 / 43156 und Birgit Stöhr unter Telefon 07931 / 41482 zwischen 10 und 12 Uhr. Gedacht ist der Service ausdrücklich für die zuvor genannten Personengruppen, zur Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs.

Auch Apothekenbesuche für Medikamente werden mit angeboten. Die Ausfahrten der Bestellungen erfolgen entweder am gleichen Tag oder an den zwei darauf folgenden Tagen. Dringende Medikamente werden bevorzugt besorgt.

Der Arbeitskreis des DRK-Ortsvereins will schnell und effektiv handeln. So hat er bereits in der vergangenen Woche eine Planung auf die Beine gestellt und die entsprechenden Vorbereitungen getroffen.

Fragebogen für Helfer

Alle Helfer haben einen Covid-19-Fragebogen für potenzielle Einsatzkräfte auf Grundlage der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts ausgefüllt. Auch die Ehrenamtlichen dürfen keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen. Es wurde etwa abgefragt, ob grippeähnliche Symptome vorliegen, oder ob die Helfer innerhalb der letzten vier Wochen in einem Risikogebiet waren beziehungsweise diese Kontakt zu einer Person hatten, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Auch wurde im diesem Zusammenhang abgefragt, ob im unmittelbaren Umfeld grippeähnliche Symptome in den letzten vier Wochen aufgetreten sind.

„Den Schutz gewährleisten“

Gerd Drescher sagt hierzu: „Der Schutz der ehrenamtlichen und der besuchten Personen muss gewährleistet sein.“

Alle Helfer haben einen entsprechenden Ausweis des DRK-Ortsvereins Bad Mergentheim. Die Einkäufe und Besorgungen werden vor der jeweiligen Wohnungs- beziehungsweise Haustür abgestellt. Die Ehrenamtlichen betreten den Wohnraum nicht.

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