Bad Mergentheim

FN-Projekt Breit angelegte Bildungsaktion soll Medienkompetenz fördern / Zwei Berufsfachschulklassen der „EPE“ beteiligen sich am „Faktenchecker“

Der Schlüssel zum beruflichen Erfolg

Fake oder Fakt? Das FN-Projekt „Faktenchecker“ startet auch mit zwei Berufsfachschulklassen der „EPE“ in Bad Mergentheim. Es soll die Medienkompetenz der Schüler unterstützen.

Bad Mergentheim. Unter dem Titel „Faktenchecker“ wollen die Fränkischen Nachrichten und ihre Partner bei Schülern ein differenziertes Bewusstsein für den Umgang mit der täglichen Flut an Nachrichten und Neuigkeiten schaffen. Nach dem Startschuss an der Kaufmännischen Schule kamen am Dienstag auch zwei Klassen der Beruflichen Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung (EPE) Bad Mergentheim mit ins Boot. Insgesamt machen breit angelegten Bildungsaktion mehrere hundert Schüler in der Region mit.

„Informiert ist nur, wer sich richtig informiert“, so FN-Chefredakteur Dieter Schwab vor den Schülern der Klassen 2BFH2 und 2BFP2. Medienkompetenz, so Schwab, bilde die wichtigste Schlüsselqualifikation für den beruflichen Erfolg. Schwab stützt sich hier auf eine großangelegte Studie der Bertelsmann-Stiftung, die deutsche Top-Unternehmen in Auftrag gegeben hatten. Wissenschaftlich durchgeführt wurde die Untersuchung von der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer Institut.

Medienkompetenz bringt weiter

Kernfrage der Studie: Welche Kompetenzen bringen Mitarbeiter letztlich in Führungspositionen? Auf Platz eins rangierte ganz klar die Kommunikations- und Medienkompetenz, also die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu „verarbeiten“, sie auf ihre Relevanz hin einzuschätzen und entsprechend weiterzugeben. „Es geht dabei auch darum, zu wissen, wo man verlässliche Informationen her bekommt, und wie man sie auswählt“, so Dieter Schwab vor den Schülern.

„Fake News“ oder glaubwürdiger Fakt – die Fränkischen Nachrichten unterstützen mit dem vielschichtigen Projekt ein Jahr die beiden Klassen lang kostenfrei mit einem FN-Online-Abonnement. In Zeiten von „Fake News“ werde es immer schwieriger, Wahres von Unwahrem unterscheiden zu können. Umso wichtiger sei es, die Medienkompetenz junger Menschen nachhaltig zu fördern. „Faktenchecker ist eine Bildungsoffensive für junge Menschen. Es soll Wissen vermitteln“, hielt Schwab fest.

Ein Jahr lang werden die beiden EPE-Klassen per Smartphone, Tablet oder Computer Zugriff auf die Digitale Zeitung der FN haben – jederzeit und überall. Zunächst werden die Schüler einfach regelmäßig die Tageszeitung lesen. Ein monatliches Online-Quiz soll dann als kurze Prüfung zeigen, was die Teilnehmer aus der Lektüre mitnehmen. Am Ende warten ein Abschlusstest und eine Prämierung.

Monatlicher Test

Die beste „Faktenchecker“-Klasse wird ausgezeichnet; es gibt also einen gewissen Wettbewerb unter den Teilnehmerschulen, denn mehrere Berufs- und weiterführende Schulen aus dem Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis sind an der Gesamtaktion beteiligt.

Die monatlichen Tests werden über eine internetbasierte Software durchgeführt, die auch für Smartphones geeignet ist. Die Fragen stammen stets aus dem Zeitraum zehn Tage vor Testbeginn und beziehen sich auf Inhalte der Tageszeitung. Die Themen werden dabei aus den wichtigsten Berichten verschiedener „Wissenskategorien“ (Lokales, Politik, Kultur und Vermischtes, Wirtschaft, Sport) entnommen. Begleitend werden verschiedene Veranstaltungen den Fokus auf das Thema Medienkompetenz, seriöse Berichterstattung und „Fake News“ legen. Dazu finden eigene Workshop-Einheiten statt, die von Redakteuren der FN beziehungsweise vom „Team Demokratie“ der Landeszentrale für politische Bildung geleitet und moderiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei eine „Schreibwerkstatt“, in der die Schüler unter anderem mit dem Schreiben von Meldungen und Texten für die Tageszeitung vertraut gemacht werden.

„Ich bin mir sicher, Sie profitieren langfristig von diesem Projekt – für die Schule und ihr Berufsleben“, so der betreuende EPE-Lehrer Bernd Gerstner an die Adresse der Schüler gerichtet.

Wer am Projekt regelmäßig und erfolgreich teilnimmt, erhält zudem ein Abschlusszertifikat – ein Plus in jeder Bewerbungsmappe, ist sich Chefredakteur Dieter Schwab sicher.

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